Bolivienabend
4. Dezember 2008
Bolivien ist ein reizvolles Land, aber hinter diesen bezaubernden Kulissen der Anden verstecken sich wie in vielen Entwicklungsländern Armut, Arbeitslosigkeit, Bildungsrückstand und das Leben unzähliger Straßenkinder. Warum ist es so schwierig, Straßenkinder von ihrem rauhen Leben auf der Straße zurückzuholen in eine zivilisierte Gesellschaft? Wie kann man verhindern, dass diese kleinen Arbeiter überhaupt auf der Straße landen?
Unsere aus Bolivien eingetroffene Referentin und Expertin
für Entwicklungsarbeit mit Straßenkindern, Frau Monika
Stöckl, berichtete uns in einem Diavortrag aus erster Hand
von ihrem Präventionsprojekt „Wiphala“ zur Hilfe für
arbeitende Kinder in Bolivien und ließ uns dabei auch ein
Stück weit das reizvolle Land Bolivien spüren und
schmecken.
In der gut gefüllten kleinen Aula nahm unsere Referentin
die Zuhörer zunächst mit auf eine Diareise durch die
vielfältigen Schönheiten des Landes. Jedoch auch die
Kehrseite fehlte nicht: Großstädte und deren verarmte
Vororte, wo unzählige Kinder und Jugendliche mit
Gelegenheitsarbeiten ihre Familien unterstützen müssen.
Einige dieser Kinder finden im Wiphala-Projekt, das Frau
Stöckl betreut, Unterstützung und Hilfe auf ihrem Weg zu
Schulabschluss und Berufsausbildung. Alleinerziehende
Mütter können in einer Strickgruppe Waren herstellen, die
bei uns in Weltläden verkauft werden, und sich damit ein
geringes Einkommen sichern. Einige dieser Waren wurden auch
an diesem Abend zum Verkauf angeboten.
Zudem hatten Schüler der Eine-Welt-AG bolivianische Häppchen vorbereitet, sogenannte Empanadas, deren Erlös dem Projekt Wiphala zu Gute kommt. Schließlich überreichten die Schüler noch 200€ an Frau Stöckl, die aus bisherigen Spendenaktionen zusammengekommen waren, um ihre Solidarität mit Gleichaltrigen in Bolivien auszudrücken.
Ursula Dötzer und Andrea Zacherl














