Studienfahrt nach Paris
Je ne regrette rien!
Es ist Sonntagabend, ungefähr halb elf, und wir - das heißt der Französisch- und der Mathe-LK der K12 - machen uns auf, die „franco-allemand“ - Beziehungen selbst zu erforschen. Ab in die Stadt der Liebe, in das Herz der europäischen Modewelt, ab zu Baguette, Croissants und Wein, auf in die Metropole Paris!
Beschäftigt mit Proviant (diverse Schüler verdrücken etwa ein Dutzend Schinkensemmeln) und den Erwartungen entsprechend nervös bringen wir nur das ein oder andere Auge zu und kommen schließlich „leicht“ übernächtigt am Pariser Gare de l’Est an. Nach einer kurzen ersten Begegnung mit den französischen Bäckern und deren Preisen brechen wir gestärkt auf, um im Zuge einer „kleinen“ vierstündigen, leider etwas feuchten Expedition von Massentourismus freie Straßen der Stadt zu erkunden und erleben so schon am ersten Tag den echten Pariser Flair. Gegen Abend ziehen sich alle auf ihre Zimmer zurück und genießen ihr erstes Abendessen à la française mit Baguette, Käse und Wein (alkoholfrei, versteht sich!). Als sich die Sonne gegen Abend doch durchsetzt, beschließen wir, gemeinsam zum Wahrzeichen von Paris zu spazieren. Vom Champs de Mars aus genießen wir in der Abendsonne den traumhaften Blick auf den Eiffelturm.
Der nächste Tag beginnt bei Notre Dame mit ihren vielen, vielen Stufen... Aber der Ausblick über die Stadt lässt jegliche Atemnot und auch die roten Gesichter schnell vergessen. Der gigantische Ausblick und die außergewöhnliche Architektur der Kirche selbst werden bis ins Detail genau fotografisch festgehalten. Wieder unten angekommen, mit festem Boden unter den Füßen, folgt nun ein Rundgang durch Paris, angefangen bei einem Deportations-Denkmal, über die Ile de la Cité, auf der wir die Bauweise des frühen Paris bestaunen und die entsprechenden Mietpreise nur dunkel erahnen können. An diesem Tag entdecken wir noch andere Ecken von Paris wie zum Beispiel das Studentenviertel Quartier Latin und die älteste Universität Europas, die Sorbonne. Dank der Überzeugungsarbeit von Frau Zacherl gelingt einigen Schülern zumindest ein Blick in den für die Öffentlichkeit heute nicht zugänglichen Innenhof der Universität. Im Anschluss daran kann jeder Paris auf eigene Faust erkunden. Für die einen bedeutet das Shoppen, für die anderen weitere Sehenswürdigkeiten, für die dritten den Rückzug ins Hotel. Der Mittwoch steht nun ganz im Zeichen der Museen. In der Cité des Sciences et de l’Industrie ist vor allem Herr Höchstetter in seinem Element, als er versucht, den Pythagoras zu widerlegen und auch den „Franzosen“ unter uns die Chaostheorie näher zu bringen. Später lassen uns die Touristenmengen im Louvre das Lächeln der Mona Lisa nur erahnen.
Am Donnerstag wandeln wir nun auf den Spuren der „Amélie“ durch das Künstlerviertel Montmartre und hinauf zum Sacré Coeur. Am letzten Abend erkundet die ganze Gruppe gemeinsam die kulinarischen Untiefen eines französischen Menüs für sage und schreibe 10 Euro. Unsere gute Laune kann das jedoch nicht trüben, da uns ein atemberaubender Ausblick über das nächtliche Paris vom Arc de Triomphe aus schnell wieder versöhnt.
Der letzte Tag beginnt mit einem Spaziergang durch das (vor allem durch unsere Französischbücher bekannte) Centre Pompidou. Unsere Stunden in der Großstadt sind nun gezählt und so - wie sollte es anders sein - nutzen wir die verbleibende Zeit, um unsere Taschen bis oben hin mit französischen Spezialitäten zu füllen. Zwar kostet die Heimfahrt einige Nerven und Zeit (Verspätung in Salzburg!), allerdings wird die Zugfahrt durch eine kleine gesellige Geburtstagsfeier zumindest gefühlsmäßig verkürzt. Auch wenn der Aufenthalt einige Blasen mit sich brachte, können wir mit Sicherheit behaupten, einige Ecken und Enden von Paris kennen gelernt zu haben und Paris auf jeden Falle eine Reise wert war!
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