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Sie befinden sich hier  STARTSEITE ARCHIV 2012-2013 Abiturfeier 2013

Abiturfeier 2013

Rathaussaal Stadt Wasserburg

28. Juni 2013

 

 

 

47 Abiturientinnen und 40 Abiturienten waren im historischen Rathaussaal Freude und Erleichterung in die Gesichter geschrieben. Zwölf oder zum Teil auch etwas mehr Schuljahre liegen hinter ihnen und die Freude aber auch die Erleichterung über den erfolgreichen Abschluss war deutlich spürbar. Heuer hatte sich wieder ein recht guter Jahrgang zusammengefunden: Mit drei 1,0 Absolventen und insgesamt 14 Abiturienten mit einem Notenschnitt bis 1,5 gehöre das Luitpold-Gymnasium Wasserburg zu den besten im Landkreis, betonte Direktor Peter Rink. Die Abiturfeier war auch für ihn etwas Besonderes, denn heuer konnte er den ersten Jahrgang verabschieden, den er bei seinem Amtsantritt vor acht Jahren in der Turnhalle begrüßt hatte. Die guten Ergebnisse machten ihn stolz und stellten so manche Diskussion über die Bildungspolitik in Frage, meinte Rink. Trotz aller Freude über die guten Leistungen dürfe aber auch nicht vergessen werden, dass vier Schüler ihr Abitur nicht geschafft hätten, sagte Rink: Beim G8 gehe die Schere eben weit auseinander. Alle anderen hätten aber, ob nun Ausbildung oder Studienplatz, beste Berufsaussichten. Mit 7,5 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland und nur 2,7 Prozent in Bayern stünden hier den Bewerbern im Gegensatz zu vielen europäischen Nachbarländern, alle Türen offen.

 

In den letzten Jahrzehnten habe ein großer Wandel stattgefunden. Glaubte man zu Zeiten der Mondlandung noch, im 20. Jahrhundert sei alles möglich und die Zukunft könne nur besser werden, sei man sich mittlerweile bewusst, dass der sorglose Umgang mit Ressourcen auf die Dauer nicht gut gehen könne. Doch die alleinige Kenntnisnahme und der Versuch, Probleme mit traditionellen Methoden zu lösen, hätten sich im Krisenmanagement oft als falsch erwiesen. Längst würden Verteilungskriege geführt. "Meine Generation hat mit ihrem sorglosen Verhalten Schuld auf sich geladen", sagte Rink, und forderte die Abiturienten auf: "Bitte macht es besser!" Dazu müssten ein globales Umdenken und die Abkehr von Raubbau und "Sofortness" erfolgen. Schließlich legte er seinen Entlassschülern die Kultur der Anteilnahme, die Sorgsamkeit mit Ressourcen und die Tugend der Vorfreude ans Herz.

 

Gerne verwende er das altmodische Wort "Reifezeugnis", denn das bestandene Abitur bescheinige nicht nur geistige sondern auch körperliche Reife, fand Bürgermeister Michael Kölbl in seinen Grußworten. Mit dem Abitur habe man bereits dem Glück auf die Sprünge geholfen, nun müsse man die Chance nutzen. Der stellvertretende Landrat Josef Huber betonte, dass es im Landkreis viele Betriebe und auch eine Hochschule gebe, die die Absolventen gerne aufnähmen. Nun gelte es, optimistisch der Zukunft entgegenzugehen, zu gegebener Zeit auch zu reflektieren und sich immer wieder neu zu orientieren.

 

Die stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirats, Katja Kahles bemerkte, dass bei dieser Feierstunde wohl auch Heidi Klum vor Neid erblassen würde, denn die anwesenden Mädchen seien nicht nur schön sondern auch klug. Mit dem Abiturzeugnis hätten die jungen Frauen und Männer nun den Lohn für Beharrlichkeit, Mut und Ausdauer in Händen und damit auch einen wichtigen Grundstein gelegt. Nun müssten die Absolventen raus aus dem behüteten Rahmen und Verantwortung für sich und die Welt übernehmen. Dabei sollten sie aus Fehlern lernen, an den Wurzeln festhalten und das Wort des Apostels Paulus über die Liebe verinnerlichen.

 

Der Vorsitzende der Fördergemeinschaft "Luitpoldiana" Jürgen Strauß bestärkte in seinen Grußworten die Frauen, die in Schule und Studium mit guten Noten überzeugten, die Initiative zu ergreifen und ihre Gestaltungsmöglichkeiten in Politik und Gesellschaft zu nutzen. An die männlichen Abiturienten appellierte er, gleichermaßen Familie und Karriere voranzubringen. Damit das Luitpold-Gymnasium und die Stadt Wasserburg immer in bester Erinnerung bleiben, überreichten Elternbeirat und "Luitpoldiana" einen Kunstdruck von Willi Reichert. Der Wasserburger Künstler hatte diese Ansicht speziell für die 87 Abiturienten gemalt.

 

Freude und gleichzeitig ein bisschen Wehmut gab es am Ende der Veranstaltung: Auch der langjährige Oberstufenberater Heilmann wurde nach 34 Jahren am Luitpold-Gymnasium in den Ruhestand verabschiedet. Der beliebte Pädagoge sei ein zuverlässiger Kollege gewesen, der vor allem mit menschlicher Größe und Gelassenheit überzeugt habe, dankte ihm Peter Rink.

 

Vergnüglich und gekonnt verabschiedeten sich die Schülervertreter mit Hilfe des Abcs von ihrer Schulzeit, und so manch lustige Begebenheit aus gemeinsamer Schulzeit, Klassenfahrten und Exkursionen sorgte im Saal erneut für Erheiterung. Hörenswert war auch die musikalische Gestaltung des Festakts durch die Schüler Miriam Echcharif, Judith Schweiger, Heiko Simoneit, Daniel Angerer, Julian Froschmaier, Felix Zinsser und Sven Becker. Die besten Abiturienten erhielten ein Buchgeschenk und jeweils ein Sparbuch der Sparkasse mit 150 Euro.

 

 

Keine Bilder von Eduard Gloner

Luitpold-Gymnasium Wasserburg am Inn