2011 Treviso
Schüler aus Wasserburg in Italien
13. - 19. März 2011
Sonntag – Sonntagmorgen um 7 Uhr aufstehen?! - Der blanke Horror! Doch die Vorfreude bei uns, den baldigen eingefleischten Italienern (so wie wir uns zumindest danach fühlten), überwiegte. Nachdem wir alle PÜNKTLICH (im Gegensatz zu unseren italienischen Freunden, die das mit der Pünktlichkeit generell nicht ganz so genau nahmen, wie wir bald bemerkten) an der Schule angekommen waren, folgte ein emotionaler Abschied von Eltern & Geschwistern. Dann ging es los! Anfangs waren wir alle noch sehr "gechillt", was sich aber nach jedem Kilometer, den wir zurücklegten, ein wenig änderte. Eine Pause - dann folgte die zweite, in der wir natürlich sofort herausgefordert wurden: Panini-Bestellung auf Italienisch! Nachdem wir dies erfolgreich gemeistert hatten, erreichten wir nach 8 Stunden Busfahrt Treviso. Ab diesem Moment rollte eine Welle der Hysterie durch den Bus, die sich in lautem Gekreische & aufgeregten Lachanfällen äußerte. An der Schule angekommen, merkten wir, dass jede Angst unbegründet war, denn wir wurden sofort mit offenen Armen empfangen. Dann ging es zum ersten Mal an den Ort, der für diese Woche unser Zuhause sein sollte. Dort angekommen, lernten wir die Gastfamilie kennen & führten lange, interessante Gespräche mit unseren Partnern. Den Abend verbrachten wir mit unseren Familien & erschöpft von der langen Reise fielen wir müde ins Bett.
Montag – Am nächsten Morgen wachten wir auf und machten zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem typisch italienischem Frühstück. "Soichane Oschis" Panini, Cornflakes mit WARMER Milch und reichlich Kaffee taten ihr übriges und wir kamen satt und zufrieden an der neuen Schule an und freuten uns, unsere deutschen Kollegen wiederzusehen. Nach einer Schulführung und einigen Schulstunden in verschiedenen Klassen, die bedeutend anders verliefen als bei uns, traten wir mit unseren italienischen Partnern eine Reise durch die historische Stadt Treviso an. Anschließend gönnten wir uns ein original-italienisches "gelato" und fuhren daraufhin mit unseren Gastfamilien nach Hause, um uns reichlich verwöhnen zu lassen. Abends ging es für die meisten wieder nach Treviso, um dort das Nachtleben kennenzulernen.
Dienstag – Der erste große Ausflug stand auf unserem Programm: Auf nach Venedig! Die Stadt, die der Großteil von uns nur aus dem Medien kannten, überzeugte uns auf den ersten Blick. Mit einem ständigen "WOW" bewiesen wir, dass selbst wir den Charme der Altstadt nicht widerstehen konnten. Wunderschöne Häuser, Gondeln, tausende Brücken zogen uns in ihren Bann. "Geflasht" von den neuen Eindrücken & dem unvergleichlichen Ambiente, wurden wir vonm Kaufrausch gepackt & los ging die Shoppingtour. Der offizielle Bestseller des Tages: Die venezianischen Masken! Leider mussten wir die Stadt irgendwann auch mal wieder verlassen & traten die Heimreise an, um uns für eine Party der besonderen italienischen Art fertig zu machen, bei der ausgiebig gefeiert wurde & neue Freundschaften entstanden.
Mittwoch – Am nächsten Morgen kamen wir in den Genuss eines höchst verwunderlichen Films, bei dem uns gezeigt wurde, wie man am besten Steine verzehrt und dass die Existenz von Riesenkarotten wahrlich Bestand hat. Anschließend verbrachten wir den Rest des Vormittags, wie schon am Montag, in verschiedenen Klassen. Am Nachmittag besuchten wir eine Weinkellerei, bei der wir einen Einblick in die Herstellung des Genussmittels Wein erhielten. Der interessanteste Punkt des Tages war aber die Weinprobe, von der wir uns allerdings etwas mehr erhofft hätten (Hallo?! mia samma aus Bayern!!). Zurück in den Familien wurden wir wieder einmal mit zahlreichen Spezialitäten gemästet.
Donnerstag – An diesem Tag fuhren wir mit dem Schiff zu drei Insel: Murano, Burano e Torcello. Nach einer windigen Schifffahrt, bei der alle Frisuren der weiblichen Fahrgäste zerstört wurden & zahlreiche Fotos entstanden, kamen wir an der ersten Insel, Murano, an. Nach einer Kostprobe der Muranoglasbläser, bei der uns unter großem Staunen gezeigt wurde, wie nach dem Schmelzen des Glases innerhalb kürzester Zeit ein wahres Kunstwerk entstehen kann, durften wir die Insel auf eigene Faust erkunden, was wieder auf unzählige Einkäufe von Erinnerungsstücken hinauslief. Nach dieser ereignisreichen Insel folgte die zweite, Burano, die uns mit bunten Häusern, Ruhe & Idylle verzauberte. Zum Schluss besuchten wir Torcello, eine Insel, die uns im Vergleich zu den vorherigen nicht mehr viel bieten konnte. Mit dem Schiff ging es dann wieder zurück.
Freitag – Den Vormittag verbrachten wir mit einer Führung im Museum der Kirche Santa Caterina, die wir als eher mäßig interessant bewerteten. Es folgte ein freier Nachmittag, der mit den Familien meist zu einer Shoppingtour genutzt wurde. Dann stand auch schon der Abschiedsabend bevor und uns allen wurde klar, dass die Woche fast schon wieder vorüber war. Dieser fand in einer Pizzeria statt, die uns mit jeweils 4 riesigen Pizzen pro Tisch a 8 Personen versorgte, jedoch war die Pizza, die bei uns am meisten Fragen hervorrief eindeutig die Pizza mit "Wurstl", die wir bei uns in Deutschland bis dahin noch nicht kannten. Das Highlight des Abends war die liebvolle musikalische Darbietung unserer Italienischen Freunde mit einem Lied von den Prinzen, "Mein bester Freund". Unsere Antwort darauf war das am selben Tag spontan einstudierte Lied "Primavera in Anticipo". Anschließend neigte sich der Abend, ebenso wie die Woche, dem Ende zu.
Samstag – Wir wachten glücklich, dass wir unsere Liebsten bald wieder in die Arme schließen konnten, am Samstagmorgen auf, jedoch mit dem traurigem Hintergedanken, dass wir unsere italienischen Freunde hier zurücklassen mussten. Nachdem die mit unseren Einkäufen vollgestopften Koffer gepackt & verladen waren, fuhren wir zur Schule & verabschiedeten uns dort schweren Herzens & unter Tränen von unseren Gastfamilien. Versprechen von einem baldigen Wiedersehen durften natürlich nicht fehlen & so stiegen wir beflügelt von den Erlebnissen der letzten Woche & 3 Kilo mehr auf den Rippen in den Bus, der uns wieder Richtung Heimat bringen sollte. Dann ging es ab nach Hause...
Sabrina Zeller & Claudia Reiter




