2003 Wasserburg
Schüler aus Ungarn in Deutschland
"Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen."
Goethes Worte inspirieren wohl die ungarischen Schüler: für sie als zukünftige EU-Bürger ist es sehr wichtig, Fremdsprachen zu erlernen. Im Kecskemeter Katona Gymnasium haben sie dazu die Möglichkeit: seit Jahren gibt es Spezialklassen mit erweitertem Deutschunterricht. Ein Schüleraustausch bietet ihnen gute Gelegenheit, nicht nur die Sprache zu üben, sondern auch Land und Leute kennen zu lernen. Der Kontakt zum Luitpold-Gymnasium besteht schon seit 10 Jahren.
Unter der Betreuung von Frau Fantaziu und Herrn Loher hat sich diese Verbindung zu einer festen Partnerschaft, Freundschaft entwickelt. Das Programm wird in zweijährigem Turnus durchgeführt. Diesmal wartete die Klasse 11 C ungeduldig auf die Nachricht, ob der Austausch dieses Jahr zustande kommt. Wenn nicht, haben sie keine Möglichkeit mehr, daran teilzunehmen. Endlich der Telefonanruf von Frau Fantaziu: 17 deutsche Schüler möchten nach Ungarn fahren! So konnten einige fleißige Schüler aus den anderen Klassen auch mitkommen.
Nachdem sich die Schüler durch Briefwechsel und Fotos ein bisschen kennengelernt hatten, konnte die kleine ungarische Gruppe in großer Aufregung die Reise antreten. In Wasserburg wurden sie von den deutschen Gastgeberfamilien empfangen. Am Montag wurden wir in der Schule von OStD Dr. Otto Helwig recht herzlich begrüßt. Dann folgte ein einwöchiges abwechslungsreiches Programm: Stadtbesichtigung, Empfang vom stellv. Bürgermeister im Festsaal des Rathauses, Ausflüge nach München (Schloss Nymphenburg, berühmte Kirchen, Rathaus, Hofbräuhaus) und in die Alpen, ein Betriebsbesuch, Teilnahme am Unterricht. Nachmittags: Freizeit mit den deutschen Familien und im Freundeskreis. Sie scheuten keine Mühe unseren Schülern den Aufenthalt so interessant wie möglich zu gestalten. Schifffahrt auf dem Chiemsee, Maibaum, Schwimmbad, Sportveranstaltungen, Partys standen auf dem Programm.
Und dann Samstag früh Abfahrt nach Hause mit Abschied nicht für immer. Im September kommen die schon guten Bekannten zu den ungarischen Gastfamilien. Nun erzählen die Schüler ihre Erlebnisse, zeigen Fotos und warten auf das Wiedersehen in Kecskemet. Im Namen der Gruppe möchten wir uns auch hiermit für die schöne Woche in Deutschland bedanken.
Die Deutschlehrerinnen Margit Zatko und Maria Gabor


