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2007 Kecskemét

Schüler aus Wasserburg in Ungarn

29.09. - 5.10.2007

Am 29. September sind wir, 18 Schüler und Schülerinnen der 9., 10. und 11. Klassen des Luitpold-Gymnasiums, zusammen mit Frau Fantaziu und Herrn Petri um 0.30 Uhr in den Nachtzug am Rosenheimer Bahnhof eingestiegen. Die Fahrt dauerte ziemlich lang, aber dank der äußerst „bequemer“ Betten in unseren Abteilen (je 2 mal 3 Stück übereinander) wurde es dann doch bald Morgen. Es gab sogar Frühstück im Zug: Hohes C-Säftchen und ein ausgesprochen „leckeres“ Hörnchen mit Schokofüllung! Gegen 9.00 Uhr kamen wir dann am Bahnhof in Budapest an. Von dort brachte uns ein Bus nach Kecskemét ans Katona Jószef Gymnasium, wo uns unsere ungarischen Austauschpartner schon aufgeregt erwarteten. Sofort hat sich jeder seine Familie gesucht und auch bald gefunden, bei der er/sie in der kommenden Woche wohnen sollte. Dann ging es ab in unser neues Zuhause und jeder stellte sich die Frage, was ihn dort wohl erwarten würde. Den Samstag, unseren ersten Tag in Ungarn, sowie den Sonntag verbrachten die meisten in ihren Gastfamilien oder auch mit anderen Austauschpaaren. Fast überall wurde sehr viel unternommen und die Sehenswürdigkeiten der Gegend besucht, unter anderem sogar der Plattensee.

Am Montagmorgen sind wir mit unseren Austauschpartnern in die Schule gegangen. Während diese „normalen“ Unterricht hatten, wurden wir vom Direktor des Gymnasiums begrüßt. Wir waren alle froh, auch die anderen deutschen Austauschschüler wieder sehen zu können, denn es gab schon viel zu erzählen: Jeder wollte wissen, wie es den anderen in ihren Familien so erging, was sie schon alles unternommen hätten, ob sie auch so großzügig bekocht würden, Eindrücke, Erlebnisse, Gefühle. Gleich nach dem Empfang in der Schule spazierten wir anschließend in die Stadt, wo uns verschiedene Gebäude gezeigt und erklärt wurden, wie z.B. das Rathaus, wo wir ebenfalls begrüßt wurden und einen kurzen Vortrag genießen durften (zum Glück auf Deutsch!!!). Der Nachmittag war dann wieder zur freien Verfügung gestellt. Am Abend trafen sich einige in einer Kneipe, die in dieser Woche unsere Stammkneipe wurde.

Am nächsten Tag mussten alle trotz abendlicher Aktivitäten fit sein, denn wir fuhren nach Budapest. Wie auch in Kecskemét wurden uns dort die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, v. a. die beiden Stadtteile Buda und Pest, gezeigt. Es blieb allerdings noch genug Zeit für einen ausgedehnten Stadtbummel.

Am Mittwoch durften wir Deutschen drei Stunden am Unterricht teilnehmen, wobei wir begeistert feststellten, dass es nach jeder Unterrichtsstunde eine zehnminütige Pause gibt! Während einige von uns sich im Fach Deutsch amüsierten, korrigierten die anderen Wasserburger im aufgrund von fehlenden Sprachkenntnissen langweiligen Literatur- oder Physikunterricht die Deutschbücher ihrer Austauschpartner. Um 11.00 Uhr verließen wir die Schule, um die Leskowsky- Musikinstrumentensammlung zu besichtigen. Dort gab es die merkwürdigsten Instrumente zu bestaunen, die uns dann auch gleich vorgeführt wurden. Den Nachmittag verbrachten die meisten dann wieder - wie üblich - mit Billardspielen.

Am nächsten Tag machten alle Austauschschüler einen Ausflug nach Kerekegyháza auf einen Reiterhof. Dort ging es zunächst auf Pferdekutschen quer durch die Puszta, bevor wir uns die eindrucksvolle Reitvorführung anschauten. Mittlerweile ziemlich hungrig freuten wir uns schon auf das gemeinsame Mittagessen: echtes ungarisches Gulasch und anschließend Palatschinken. Gestärkt ging es gleich weiter mit dem Programm: die Puszta- Olympiade mit den Disziplinen Peitschenschwingen, Holzklotzweitwerfen und Sackhüpfen. Obwohl wir alle schon ziemlich erschöpft waren, ging es noch weiter zu einem Biobauernhof, wo vor allem die Wollschweine unsere Aufmerksamkeit auf sich zogen. Nach diesem anstrengenden Tag fiel die eine Hälfte zu Hause erst mal ins Bett, wogegen die andere sich bald wieder in die Stammkneipe aufmachte. Unser letzter vollständiger Tag in Ungarn begann nun wieder mit zwei Stunden Unterricht, nach denen wir Deutschen uns ins Spielzeugmuseum aufmachten, wo wir unter anderem kleine bunte Bälle filzten. Den Nachmittag verbrachten fast alle damit, ihre letzten Forint loszuwerden oder mal wieder mit Billardspielen.

Um 18.00 Uhr begann die Abschiedsparty im Festsaal des Gymnasiums, wo uns ein umfangreiches Buffet erwartete. Außerdem führte eine Schülergruppe im traditionellen Gewand ungarische Folklore auf, bevor eine Vortänzerin versuchte, uns einfache ungarische Volkstänze beizubringen. Ziemlich lange tanzten wir Deutschen sowie die ungarischen Austauschpartner mehr oder weniger richtig, bis uns die Kraft ausging. Als um 21.00 Uhr das Abschiedsfest zu Ende war, dauerte unser Abend allerdings noch etwas länger. Die meisten Austauschschüler trafen sich noch ein Mal in ihrer Stammbar, um den letzten gemeinsamen Abend ausklingen zu lassen. Und so kam auch schon der Samstag, an dem außer Kofferpacken nichts mehr auf dem Programm stand. Bevor wir mit dem Zug die Heimreise antreten konnten, gab es noch viele traurige Abschiede, bei denen wir uns von unseren ungarischen Austauschpartnern trennen mussten und manche bedankten sich bei ihren Gastfamilien sogar noch auf Ungarisch: „Köszönöm est a gyönyörü hetet!“ Danke für die wunderschöne Zeit hier!

Theresa Froschmayer (9a) und Sarah Gartner (10a)

Auf Wiedersehen in Wasserburg  

 


Luitpold-Gymnasium Wasserburg am Inn