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2009 Vincennes

Schüler aus Wasserburg in den USA

21. März - 8. April 2009

 

Auch wenn niemand es versteht und es sich nicht beschreiben lässt, was genau so toll am diesjährigen Austausch mit Vincennes war, hier einige Erklärungsversuche:

We came as strangers, became friends and left as family
In den Familien wurden wir außergewöhnlich gut aufgenommen. „Moms” kümmerten sich um uns wie um ihre eigenen Kinder – wenn nicht sogar besser, und unsere Austauschschüler liebten ihre „crazy ass Germans“ genauso wie wir sie. Kein Wunder, dass beim Abschied kein Auge trocken blieb.

Celebration
Tolle Kostüme, ein super Rap, fröhliches Miteinander und mitreißende Reden… nein, wir befinden uns auf keinem Marktplatz, sondern in der Martin-Luther-King-Church mitten in Atlanta. Dort feierten wir mit überwiegend Farbigen den Ostergottesdienst. Man hatte den Eindruck, sich auf einer Geburtstagsfeier zu befinden, auf der gelacht, gesungen und Reden gehalten werden. Die beste Auferstehung in unserem bisherigen Leben.

Beloved Fast Food
Kulinarisch versorgt wurden wir fast ausschließlich von den örtlichen Fast Foot Restaurants. So wurden bereits nach einigen Tagen alle Vorhaben, das eigene Gewicht zu halten, hemmungslos über Bord geworfen. Wir probierten alles, was uns – eimal sogar von leicht bekleideten Damen – vorgesetzt wurde. Yummy!

„Warum san Sie eigentlich dabei?” – Die begleitenden Lehrkräfte
Begleitet wurde der Austausch von Frau Schwarzfischer und Herrn Haus, wobei es anfänglich, auf Grund des Schlafmangels nach dem langen Flug, vor allem bei den stressigen Einreiseformalitäten zu kleineren Kontroversen kam der Art: „Warum san Sie eigentlich dabei, wenn Sie des ois ned wissen?” Dies legte sich jedoch, nachdem der Jetlag überwunden war, und wir wurden, bis auf kleine Kommunikationsschwierigkeiten, sehr gut betreut. Besonders in Atlanta zeigte sich dann das Organisationstalent unserer Lehrkräfte und wir hatten viel Spaß! Danke, Frau Schwarzfischer und Herr Haus, dass Sie uns in dieser tollen Zeit begleitet haben.

Baseball Rulz
Einige von uns – vor allem die männliche Fraktion – verbrachten wohl den Großteil ihrer Freizeit am Baseballfeld. In Deutschland eher unbekannt, ist Baseball in den USA nicht nur eine Sportart, sondern ein Lebensgefühl. Sogar die kleinsten Schulmannschaften der entlegensten Dörfer sangen gemeinsam vor dem Spiel die Nationalhymne und sorgten somit für eine uns total unbekannte, aber fesselnde Atmosphäre. Da ist es kein Wunder, dass das Spiel der Atlanta Braves für diejenigen von uns, die vom Baseballfieber gepackt worden waren, der Höhepunkt dieser drei Wochen war – für alle anderen: Tomahawk!

Study Hall
Schule wird in den USA nicht allzu streng gesehen. Die Zeit von 8 a.m. bis 3 p.m. wird sinnvoll genutzt, um fehlenden Schlaf nachzuholen oder entspannt zu lesen. Und obwohl mit den teachers, die eher Freunde denn Lehrer sind, auch gearbeitet wird, kommt der Spaß nie zu kurz. Die technische Ausstattung der Lincoln, Rivet und South Knox High Schools würde unser kleines Gymnasium vor Neid erblassen lassen. So konnte im Unterricht der Kontakt zu Deutschland gepflegt werden.

Die Mentalität der Amerikaner
Es sind viele Tränen geflossen – am Ende. Ansonsten lieben es die Amerikaner zu lächeln. Ohne die Menschen wirklich zu kennen, fühlten wir uns sofort wie zu Hause. Ob in der Schule oder im Wohnort – als German Exchange Students wurden wir von jedem mit offenen Armen aufgenommen. We love Americans. Aber es wurde nicht nur die interkulturelle deutsch-amerikanische Freundschaft geschlossen, sondern zwischen uns deutschen Schülern wurde der Zusammenhalt gestärkt. Wir hoffen alle, dass bald ein Amerika-Revival stattfinden kann.

Andrea Mayer (11a), Steffi Franke (11a), Kathi Linhuber (11a), Milena Selensky (11a), Steffi Mühlhuber (11a), Benedikt Hofmeister (11b), Michael Schalk (11b), Kati Erb (11c)


Luitpold-Gymnasium Wasserburg am Inn