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16. Lauf für ein Leben

Projekt "Land für Indios in Ecuador" - Hilfe zur Selbsthilfe

17. April 2013

 

Im Fachlehrplan Geographie der 8. Jahrgangsstufe stellen die verschiedenen Möglichkeiten und Probleme der Entwicklungszusammenarbeit ein wichtiges Thema dar. Dabei sollen die multikausalen und globalen Zusammenhänge betrachtet  und bei den Schülern die Bereitschaft zur Unterstützung von Entwicklungshilfeprojekten gefördert werden. „Land für Indios“ nun mit den eigenen Füßen zu erlaufen, das Gefühl zu haben, aktiv einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Andentälern Ecuadors zu leisten, das macht die Faszination dieses Pendellaufes zwischen dem Eiselfinger Sportgelände und Alteiselfing aus. Das Geld erhalten indianische Dorfgemeinschaften als Kredit, um sich davon Land von Großgrundbesitzern zurückzukaufen – unter Vermittlung von Bischof Victor Corral aus Ecuador, unterstützt von MISEREOR. Damit wird besonders effektiv „Hilfe zur Selbsthilfe“ geleistet, denn die Indios können so für sich und ihre Familien eine eigenständige Existenz aufbauen und ihre Traditionen bewahren. Es besteht somit keine Notwendigkeit mehr, in die Marginalsiedlungen der Städte abzuwandern, der „Teufelskreis der Armut“ wird unterbrochen, sozialer und politischer „Sprengstoff“ entschärft. Derzeit werden insbesondere nachhaltige Klima- und Aufforstungsprojekte in den steilen Hochtälern finanziert, um diese neue Lebensgrundlage langfristig zu sichern.

 

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Allen Teilnehmern (auch den Samstagsläufern) und allen Sponsoren sowie dem Busunternehmen Hilger sei an dieser Stelle für ihr Engagement und ihre Unterstützung herzlich gedankt. „Solidarität geht!“ - Trotz der Laufzeitbeschränkung auf etwa 60 Minuten lief unsere 8. Jahrgangsstufe mit 121 Schülern fast 1000 km und sammelte damit über 2700 € an Spendengeldern – auch dank der professionellen Organisation durch die Schulgemeinschaft der Eiselfinger Grund- und Mittelschule.Besonders eindrucksvoll war der Besuch von Bischof Victor Corral am 17.4.2013 an unserer Schule im Rahmen seines Aufenthaltes im Landkreis Rosenheim. Er informierte die Achtklässler über die Lebensbedingungen in den Andentälern Ecuadors sowie über die Geschichte und Ziele des Projekts „Land für Indios“. Anschließend stellte er sich den Fragen der Jugendlichen, die sich sehr für seine Biographie interessierten und von seinem bescheidenen, offenen und humorvollen Auftreten berührt wurden: Dass Bischof Victor Corral selbst aus armen Verhältnissen stammt und auch heute keinen Besitz hat, dass er vier Sprachen spricht, sich nach dem Vorbild seines Vaters und den Worten der Bibel sein Leben lang friedlich gegen Ungerechtigkeit einsetzt, bereits 76 Jahre alt ist und früher Fußball gespielt hat, sind nur einige Inhalte, die unsere Schüler im Gedächtnis behielten – dank der Übersetzung durch Ulla Prantl, die sich dafür extra Zeit genommen hatte. „Die Bereitschaft zur Förderung von Entwicklungshilfeprojekten“ – ist dieses Ziel nicht doch zu hoch gegriffen? Dazu eine Aussage eines Schülers im Anschluss an den Besuch von Bischof Corral: „Ich fand es sehr schön, Bischof Corrals Worten zu folgen und weiß jetzt mein Leben noch mehr zu schätzen; wirklich, nach dem Vortrag hatte mein Gehirn viel zu verarbeiten und nachzudenken.“

 

Doris Hasse

Luitpold-Gymnasium Wasserburg am Inn