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Grundwissen 10

Indien und China – neue Wirtschaftsmächte

  • Subkontinent : Teil eines Kontinents, z.B. der Indische Subkontinent
  • Monsun : Großräumige Luftströmung, die jahreszeitlich die Richtung (um ca. 180°) wechselt. Man unterscheidet in Asien den feuchten Sommermonsun, der vom Ozean in den Kontinent hineinweht sowie den Wintermonsun, der aus de Kontineneten heraus zum Ozean strömt und nur dort Niederschläge bringt, wo er zuvor Meeresflächen überquert hat.
  • Kastenwesen : Traditionelles Gesellschaftssystem in Indien, das aus abgeschlossenen sozialen Gruppen besteht, die meist einer Berufsgruppe angehören und sich von anderen durch Heiratsordnung, Kleidungsvorschriften und Lebensstandard unterscheiden.
  • Kommunismus : Politische Bewegung, die von der Vorstellung einer Gesellschaft ausgeht, in der das Privateigentum abgeschafft, die Produktionsmittel in Gemeineigentum überführt und die materiellen und kulturellen Bedürfnisse aller Menschen gleichmäßig befriedigt werden. Beispiele: China, Nordkorea, UdSSR.
  • Ein-Kind-Politik : Bevölkerungspolitik in China aufgrund des starken Bevölkerungswachstums: Jedes verheiratete Paar sollte nur ein Kind haben. Inzwischen wurden die zur Durchsetzung beschlossenen Gesetze und Maßnahmen wieder abgeschwächt.
  • Verstädterung : Bezeichnung für die quantitative Zunahme des Anteils der Bevölkerung eines Staates, der in Städten lebt.
  • Marginalsiedlung : Durch Zuzug schnell wachsende, illegale Hüttenviertel am Stadtrand von Metropolen.
  • Wanderarbeiter : Gering qualifizierte Menschen, die auf der Suche nach Arbeit aus peripheren Räumen in die Wirtschaftszentren ziehen.
  • Wachstumspole : Teil einer Entwicklungsstrategie, die davon ausgeht, dass aufgrund der begrenzten Investitionsmittel eine erfolgreiche Gesamtentwicklung des Staates am einfachsten erreicht werden kann, indem die Förderung auf regionale Schwerunkte und einzelne Schlüsselindustrien konzentriert wird. Die  in den Zentren ereichten Entwicklungsimpulse sollen von diesen auf umliegende Regionen ausstrahlen.
  • Sonderwirtschaftszonen : Gebiet innerhalb eines Staates, in dem ein besonderes Wirtschafts- und Steuerrecht gilt. Ziel der Einrichtung einer solchen Zone ist die Steigerung von in- und ausländischen Investitionen.
  • Joint Venture : Zusammenschluss von selbstständigen Unternehmen zum Zweck der Durchführung gemeinsamer Projekte, die von einem Unternehmen allein in der Regel nicht realisiert werden können; charakteristisch ist, dass die an der Kooperation beteiligten Partner in das Unternehmen einbringen, was ihnen in besonderer Weise zur Verfügung steht, z.B. Kapital oder Konw-how.
  • Soziale und regionale Disparitäten : Große Unterschiede im Lebensstandard zwischen Gesellschaftsschichten oder Regionen innerhalb eines bestimmten Raumes, z.B. innerhalb eines Staates.
  • Grüne Revolution : Bezeichnung für alle Maßnahmen zur raschen Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion. Hierzu gehören: Verwendung von Hochleistungssaatgut und Mineraldünger, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie verstärkter Maschineneinnsatz. Durch diese Maßnahmen konnte in vielen Entwicklungsländern die landwirtschaftliche Nutzung intensiviert und die Nahrungsmittelversorgung verbessert werden. Wegen der hohen Kosten hatten Kleinbauern nur teilweise einen Nutzuen von dieser Entwicklung.
  • Methode : Auswertung von Diagrammen - Interpretation von Bevölkerungspyramiden


Der asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum

  • Rohstoffe : Stoffe, die in der Natur vorkommen und die vom Menschen verwendet werden, um Gebrauchsgegenstände herzustellen oder Energie zu gewinnen. Nach ihrer Herkunft bzw. Entstehung unterscheidet man mineralische (bergbauliche), pflanzliche und tierische Rohstoffe.
    Zukunftstechnologie: Technologien, die sich zwar noch in der Entwicklung befinden, einem Unternehmen bzw. einer Branche aber die Möglichkeit eröffnen, seine Wettbewerbssituation stark zu verbessern.
  • Global player : Multinationale Unternehmen, die auf fast allen Märkten der Welt vertreten sind. Sie optimieren Zulieferung, Produktion und Absatz im globalen Maßstab.
  • Taifun : Tropischer Wirbelsturm im asiatischen Raum. (vgl. Hurrikan in den USA).
  • Schwellenland : Bezeichnung für ein Land, das in seiner Entwicklung vergleichsweise weit fortgeschritten ist, das z. B. beim BIP, bei der Alphabetisierung oder der Energie- und Gesundheitsversorgung größere Erfolge erzielt hat und sich damit an der Schwelle zur Gruppe der Industrieländer befindet.
  • Tigerstaaten : Bezeichnung für die asiatischen Schwellenländer, aslo Länder mit hohem Wirtschaftswachstum und dynamischem Industria-lisierungsprozess. Zur ersten Generation gehören: Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur. Indonesein , Malaysia, die Philippinen und Thailand als zweite Generation sowie China folgen deren Beispiel.
  • Importsubstitution : Ersatz von Importen durch eigene Produktion. Durch den Aufbau eigener Fertigungs- und weiterverarbeitender Industrien sollen insbesondere Entwicklungsländer unabhängiger werden und ungünstige terms of trade umgehen können. Es entstehen Arbetisplätze, die eigene Wirtschaft wird gestärkt und Devisen werden eingespart. Dem entgegen stehen häufig hohe Investitionskosten sowie ein nicht ausreichend aufnahmefähiger Binnenmarkt.
  • Exportorientierung : Die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik eines Staates auf den Export. Ziel ist die Erschließung neuer Märkte im Ausland und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Inland. Andererseits sind die Unternehmen dadurch auch einer globalen Konurrenz ausgesetzt, auf die die nationale Politik kaum mehr Einfluss hat.
  • Methode : Arbeiten mit Dreiecksdiagrammen


Geodynamische Vorgänge im pazifischen Raum

  • Theorie der Plattentektonik : Auf der Kontinentalverschiebungstheorie aufbauende Vor-stellung von der Gliederung der Erdkruste in sechs große und weitere kleine Erdkrustenplatten, die sich mit einer Geschwindigkeit von 3 bis 5 Zentirmeter pro Jahr bewegen.
  • Subduktionszone : Plattengrenze, an der sich zwei Platten aufeinander zu bewegen, wobei die dünnere und schwerere ozeanische Kruste, die den Ozeanboden bildet, unter die kontinentale Kruste abtaucht (auch: Absenkungs-, Verschluckungszone). Im Ergebnis des Subduktionsprozesses entstehen Tiefseegräben.
  • Tiefseegräben : Langgestreckte, rinnenförmige Einsenkung des Meeresbodens, wobei Tiefen bis über 11 000 Meter errreicht werden können. Sie entstehen dann, wenn es beim Aufeinandertreffen von Platten zum Abtauchen einer Platte unter die andere kommt. Diese Bereiche werden auch als Verschluckungszone oder Subduktionszone bezeichnet.
  • Konvergenzzone : Plattengrenze, an der zwei Platten aufeinander zu driften, z.B. Subduktionszone.
  • Divergenzzone : Plattengrenze, an der zwei Platten auseinander driften, z.B. Mittelozeanische Rücken oder Grabenbruchsystem am Roten Meer.
  • Transformstörung / Schwerung : Tektonische Bewegung, bei der zwei Platten aneinander vorbei schrammen.
  • Zirkumpazifischer Feuerring (Pacific Ring of Fire): Tektonische Störungszone rund um den Pazifik, die  aufgrund der tektonischen Aktivitäten an den Plattengrenzen eine Konzentration von zum Teil noch sehr aktiven Vulkanen aufweist.
  • Epizentrum : Bezeichnugn für den senkrecht über dem Erdbebenherd (Hypozentrum) liegenden Punkt an der Erdoberfläche. Hier werden die stärksten Erschütterungen verzeichnet.
  • Tsunami : Eine durch Seebeben ausgelöste Flutwelle, die beispielsweise in weiten Gebieten Ost- und Südostasiens verheerende Verwüstungen in den Küstenbereichen verursachen kann.
  • Methode : Mit Modellen arbeiten


Weltwirtschaftsmacht USA

  • Wirtschaftsmacht : Staaten, deren Volkswirtschaften in besonderem Maß Einfluss auf die Entwicklung der Weltwirtschaft und die internationale Konjunktur haben. Charakteristisch für eine Wirtschaftsmacht sind ein großer Anteil am Welt-Bruttonationaleinkommen, -Export bzw. -Import sowie die Bedeutung der eigenen Wärhung in der Welt.
  • Meridional : Bezeichnung für den Verlauf parallel zu den Längenkreisen (Meridianen), im Gegensatz zu zonal, d.h. dem Verlauf parallel zu den Breitenkreisen. Die Begriffe werden oft bei der Beschreibung von Großeinheiten, z.B. Gebirbszügen, verwendet.
  • Schild : Bezeichnung für Festlandskerne aus sehr alten Gesteinen, die seit ihrer Entstehung nahezu unverändert lagern. Beispiel: Kanadisches Schild
  • Trockengrenze : Bezeichnung für eine klimatische Grenze, die Gebiete mit Niederschlagsüberschüssen von solchen mit Niederschlagsdefiziten trennt. An der Trockengrenze ist im jährlichen Durchschnitt die Niederschlags- gleich der Verdunstungsmenge.
  • Hurrikan : Tropischer Wirbelsturm, der meist über dem Golf von Mexiko entsteht.
  • Agrobusiness : Gesamtheit der mit der Landwirtschaft verbundenen Wirtschaftsbereiche vom Landwirt bis zum Verbraucher, also mit Zulieferindustrien, Weiterverarbeitung, Handel und Vertrieb. Häufig wird der Begriff auch im Sinne einer Organisationsform verwendet, bei der möglichst viele Produktionsschritte organisatorisch in einem Betrieb zusammengefasst sind. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Maßnahmen zur Rationalisierung und zur Intensivierung der landwirtchaftlichen Produktion.
  • Dustbowl : Bezeichnung für ein Gebiet im Kernbereich der USA (Staaten Kansas, Nebraska, Texas), das in den 30er- und 50er Jahren des 20. Jhs von starken Staubstürmen und Ausblasung der Bodenkrumen (Vernichtung von etwa 1 Mio. Hektar Ackerland in den 30er Jahren) betroffen war. Die Dust Bowl befindet sich im Bereich der klimatischen Trockengrenze der USA (100. westlicher Längengrad), einem Gebiet, das sowohl von naturbedingten Risikofaktoren (Dürreanfälligkeit, Starkregen etc.) als auch durch anthropogene Faktoren (z.B. Anbau von Monokulturen, Entfernung der Grasnarbe etc.) beeinträchtigt wird.
  • Dry farming : Bodenschützende Anbaumaßnahme, bei der ein Feld nur alle 2 – 3 Jahre für den Anbau genutzt wird. Zusätzlich wird durch Walzen des Bodens besonders nach Niederschlägen das gespeicherte, eingesickerte Wasser im Boden konserviert und die Verdunstung an der Oberfläche herabgesetzt. Das Dry Farming ist einer der bekannten, die Bodenerosion mindernden Maßnahmen in den Great Plains der USA.
  • Bodenerosion : Über das natürliche Maß hinausgehende Abtragung des Bodens durch Wasser und Wind, welche in erster Linie auf den Einfluss des Menschen zurückzuführen ist. Im Gegensatz zu der natürlichen Abtragung (Erosion) wird diese durch die Bewirtschaftung des Bodens ausgelöst, z.B. durch Abhlolzen von Wäldern oder Zerstörung der Vegetation durch Überweidung.
  • Manufacturing Belt : Das bedeutendste US-amerikanische Industriegebiet zwischen dem Atlantik, den Großen Seen und dem oberen Mississippi. Kohle und Eisenerz in den Appalachen waren die Grundlage für die Eisen- und Stahlindustrie. Viele Industriezweige entwickelten sich daraus, wie z.B. die Autoindustrie in Detroit und der Maschinenbau in Chicago, Boston und anderen Städten. Der Manufacturing Belt verliert schon seit einiger Zeit an Bedeutung. Kohle und Stahl spielen nicht mehr eine so große Rolle wie früher. Absatzkrisen bei Autos sind gefürchtet, denn sie wirken sich direkt auf die Arbeitsplätze der Menschen aus. Trotzdem arbeiten im Manufacturing Belt immer noch 60% aller Industriebeschäftigten der USA, denn die Städte bemühen sich, andere Industrien anzusiedeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Standortfaktoren : Einflüsse, die ein Unternehmen oder eine Institution dazu bringen, einen bestimmten Produktions- bzw. Arbeitsstandort zu wählen. Als traditionelle Standortfaktoren zu Beginn der Industrialisierung galten z.B. die Rohstoffverfügbarkeit und die Anbindung an das Verkehrsnetz (v.a. Eisenbahnnetz). Heute spielen auch subjektiv geprägte Standortfaktoren, wie z.B. Fühlungsvorteile, Bewertung des Freizeitwertes, eines entscheidende Rolle. Andere Systematisierungen unterscheiden qualitative von quantitativen Standortfaktoren. Zu qualitativen Faktoren gehören z.B. Image des Standortes, Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte, Fühlungsvorteile. Unter quantitative Faktoren fallen z.B. Kosten für Transport, Personal, Eergie, Grundstücke, Gebäude, Steuersätze und Aufwendungen für den Umweltschutz.
  • Strukturwandel : Prozess, der durch die Einführung veränderter Verhaltens- und Wirtschaftsweisen (z.B. Mechanisierung in der Landwirtschaft, Übergang zur industriellen Produktion) initiiert wird.
  • Diversifizierung : Ausweitung der Produktbranchen als Mittel zur Beseitigung einer Monostruktur der Wirtschaft, um durch die Förderung bisher unbedeutender Branchen die Krisenanfälligkeit zu verringern.
  • Sunbelt : Sonnengürtel im sonnigen und wintermilden Süden und Südwesten der USA. Der Sunbelt hat beträchtliche Wanderungsgewinne zu verzeichnen, die neben der Klimagunst durch ein Wirtschatswachstum von Hightechindustrien zu erklären sind.
  • Agglomerationsvorteile : Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen mit gleicher bzw. ähnlicher Branchenorientierung in räumlicher Nähe. Gründe hierfür sind z.B. Kontaktmöglichkeiten  und die Nähe zum Konkurrenten (‚Überwachung’).
  • Megalopolis : Riesige Stadtlandschaft mit hoher Bevölkerungsdichte, die sich aus mehreren Metropolen und weiteren Groß- und Kleinstädten zusammensetzt. Der Gegriff bezeichnet also eine Verstädterungszone größeren Ausmaßes. Er kommt aus den USA, wo an der Nordostküste ein fast hundert Kilometer langes Städteband zischen Boston und Washington existiert (BosNyWash), in dem ca. 20% der US-Bevölkerung auf 3% der Statsfläche lebt.
  • Suburbanisierung : Prozess der Verlagerung des Städtewachstums in die Vororte (englisch: suburbs). Die Kern-Rand-Wanderung der Bevölkerung, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen über die Stadtgrenzen hinaus führt zu einem flächenhaften Wachstum der Städte bei gleichzeitiger Entleerung der innerstädtischen Bereiche.
  • CBD (Central Business District) : Zentraler Geschäftsbereich der US-amerikanischen Stadt mit einer Ballung von Einrichtungen des Teritären Sektors, vor allem Büros, Versicherungen, Banken, Hotels und Dienstleistungseinrichtugen.
  • Segregation : Die räumliche Trennung von sozialen und / oder ethnischen Bevölkerungsgruppen in Städten. Auf diese Weise kommt es beispielsweise zur strikten Viertelstrennung in nordamerikanischen Großstädten. 


Russland im Umbruch

  • Kontinentalklima : Klima, das in größerer Entfernung von den Ozeanen vorherrscht. Weil die ausgleichende Wirkung des Meeres fehlt, kennzeichnen dieses Klima starke Temperaturschwankungen im Tages- und im Jahresablauf, geringe Luftfeuchtigkeit und geringe Jahresniederschläge.
  • Taiga : Vegetationszone der Nordhalbkugel, in der aufgrund langer, kalter Winter ein artenarmer Nadelwald (Fichten, Kiefern, Tannen, Lärchen) als natürliche Vegetation vorherrscht. In Nordasien wird dieser Nadelwald Taiga genannt. Als Laubbaum ist die Birke verbreitet. Der spärliche Unterwuchs des Waldes besteht aus Zwergsträuchern, Gräsern, Moosen und Flechten.
  • Agrardreieck : Region mit den günstigsten Anbaubedingungen innerhalb Russlands, die von der europäischen Westgrenze Russlands zwischen St. Petersburg und Odessa keilförmig nach Osten zur mittleren Wolga, zum südlchen Ural und weiter in das südliche Westsibirien reicht.
  • Ressourcen : Gesamtheit aller auf der Erde vorhandenen Voraussetzungen für das Leben und Wirtschaften des Menschen. Dazu gehören alle energetischen und mineralischen Rohstoffe (z.B. Erze, Holz), im weiteren Sinne aber auch geistge Güter (z.B. Wissen, Ideen).
  • Petrodollar : Da seit dem Zweiten Weltkrieg der internationale Handel mit Erdöl und Erdgas hauptsächlich in US-Dollar abgerechnet wird, spricht man von „Petrodollar“.
  • Nachhaltige Nutzung : Nutzung von Ressourcen nur in dem Maß, dass ihr Bestand nicht gefährdet wird. Nachhaltige Nutzung ist also eine dauerhafte und Ressourcen schonende Nutzung. Auf die Erde bezogen bedeutet das eine Nutzung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
  • Migration : Bezeichnung für einen Ortswechsel von Menschen mit dem Ziel eines mittel- oder langfristigen Wohnsitzwechsels größeren Ausmaßes. Ursachen dieser Bevölkerungswanderung können sein: Armut und Arbeitslosigkeit, Umweltbedrohung, Verfolgung und Krieg.
  • Binnenwanderung : Wohnsitzverlegung innerhalb eines Staates, aber über Gemeindegrenzen hinweg.
  • Methode : Erstellen eines Kausalprofils


Globale Herausforderungen

  • Globalisierung : Bezeichnung für die transnationale Vernetzung von Systemen, Gesellschaften und Märkten. Das Ziel ist die vollständige Ausbildung eines Weltmarktes, also die weltweite Ausbreitung von Produktion und Absatz von Waren und Dienstleistungen über alle Staatsgrenzen hinweg. Das Kapital hat dabei eine noch nie da gewesene Mobilität. Grundlage sind der weltweite Informationsaustausch (z.B. Internet) und leistungsfähige Transport-möglichkeiten.
  • Outsourcing : Bezeichnung für die Verlagerung von Produktionsschritten ins Ausland, meist von arbeitsintensiven Produktionsschritten in Billiglohnländer.
  • Triadisierung : Bezeichnung für den starken Integrationsprozess zwischen den drei Blöcken Nordamerika, Westeuropa und Asien, während große Teile Lateinamerikas, Afrikas und des ehemaligen Ostblocks zurzeit noch weitgehend von der Weltwirtschaft abgekoppelt sind.
  • WTO (World Trade Organisation) : Die WTO soll die internationalen Handelsbeziehungen innerhalb verbindlicher Regeln organisieren und bei Konflikten für eine Streitschlichtung sorgen. Ihr oberstes Ziel ist die Liberalisierung des Welthandels. Am 11. Januar 2007 trat mit Vietnam das 150. Mitglied der WTO bei.
  • IWF (Internationale Währungsfond) : 1944 in Bretton Woods (USA) gegründet. Seine Aufgaben sind unter anderem die Ausweitung des Welthandels, die Stabilisierung der Wechselkurse, die Kreditvergabe  und die Überwachung der Geldpolitik. Das Stimmrecht der 185 Mitgliedsstaaten richtet sich nach ihrem Kapitalanteil.
  • Agrarsubventionen : Zweckgebundene (finanzielle) Unterstützung der Landwirtschaft aus öffentlichen Mitteln.
  • Entschuldungspolitik : Beim G8-Gipfel von 2005 wurde beschlossen, die Schulden von 18 armen Staaten in Höhe von ca. 40 Milliarden US-S zu streichen. Damit verbundene strenge Auflagen des IWF (z.B. die Öffnung der Märkte für Global Player) führte in diesen Ländern jedoch häufig zu geringerer heimischer Produktion und zu Arbeitsplatzverlusten.
  • Klimawandel : Veränderung wichtiger Klimaelemente, besonders der Lufttemperatur, über einen sehr langen Zeitraum. Befürchtete Konsequenzen wären das Abschmelzen der Polkappen mit daraus folgendem Anstieg des Meeresspiegels und der Meeresströmungen sowie die Zunahme von Extrem-wetterergeignissen wie Wirbelstürmen, Überschwemmungen oder Dürren.
  • Treibhausgase : Gase innerhalb der Atmosphäre absorbieren in einem bestimmten Wellenlängenbereich. Dadurch ist die Atmosphäre für bestimmte Wellenlängen durchlässig, für andere nicht. Insbesondere für langwellige Strahlung ist die Atmosphäre urpsrünglich durchlässig. Durch Einbringen von Treibhausgasen in die Atmosphäre werden diese Absorbtionslücken geschlossen, wodurch der Energiehaushalt der Atmosphäre gestört wird. Treibhausgase sind z.B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Wasserdampf (H2O), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), die z.B. bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas, Kohle freigesetzt werden.
  • Kyoto-Protokoll : Dabei handelt es sich um ein im Jahre 1997 beschlossenes Zusatzprotokoll zur Klimarahmenkonvention UNO, welches erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen festlegt. So schreibt das Protokoll unter anderem vor, dass die jährlichen Treibhausgas-Emissionen der Industrieländer von 2008 bis 2012 um durchschnittlich 5,2 % gegenüber 1990 zu reduzieren sind.
  • Emissionsrechtehandel : Jeder Verursacher von Emissionen muss für die von ihm verursachte Verschmutzung über ein Zertifikat verfügen. Verbraucht ein Lizenznehmer nicht alle Zertifikate, kann er diese an andere Teilnehmer verkaufen.
  • Tragfähigkeit : Kennziffer zur Beurteilung der Fähigkeit, wie viele Menschen die Erde „tragen“, d.h. ernähren kann (agrare Tragfähigkeit). Berechnungsmodelle gehen grob von fünf bis 15 Milliarden Menschen aus. Jedoch werden diese Modelle ständig korrigiert durch die Fortschritte in der Agrartechnik bzw. neuerdings in der Gentechnik. Neben der agraren Tragfähigkeit stellt sich in Ballungräumen die Frage nach der humanen Tragfähigkeit (Wie viel Fläche benötigt ein Mensch zum Leben?) bzw. global die Frage nach der ökologischen Tragfähigkeit der Erde (Wie viele Menschen kann das Ökosystem Erde ertragen?).


Luitpold-Gymnasium Wasserburg am Inn