Nürnberg
Zweitägige Exkursion im Grundkurs zum Reichsparteitagsgelände
Auf einer Exkursion nach Nürnberg beschäftigte sich der Grundkurs Geschichte eingehend mit dem Thema „Propaganda – gelenkte Faszination“. Im Süden Nürnbergs sind noch heute Baureste aus der nationalsozialistischen Zeit erhalten, die ursprünglich Teil einer monumentalen Kulisse zur Selbstinszenierung des Nationalsozialismus waren.
Das Dokumentationszentrum befindet sich in der Kongresshalle, die ursprünglich 50 000 Menschen fassen sollte, aber unvollendet blieb.
Sie beinhaltet heute eine Dauerausstellung zu „Faszination und Gewalt“ des 3. Reiches und behandelt in besonderem Maße Nürnberg als ehemalige „Stadt der Reichsparteitage“. Nach einem Rundgang durch die Kongresshalle und die Ausstellung beschäftigte sich der Kurs im Rahmen eines Studientages detailliert mit der Rolle der Propaganda im 3. Reich, einem zentralen Herrschaftsinstrument der Nationalsozialisten, das in allen Bereichen des Alltags wirksam wurde und der ständigen Indoktrination der Bevölkerung diente. Als Ausgangspunkt diente dabei die Kongresshalle selbst, die auch heute noch die propagandistische Wirkung der Architektur auf dem Reichsparteitagsgelände erahnen lässt. Diskutiert wurden aber auch Strategien, Ziele und Wirkungsweisen aus anderen Bereichen der Propaganda, wie etwa Leni Riefenstahls Propagandafilm „Triumph des Willens“ über den Reichsparteitag 1934 in Nürnberg. Dabei wurden auch die Schüler selbst aktiv…
Den Abschluss bildete ein Besuch der Sonderausstellung „Das Gleis. Die Logistik des Rassenwahns.“, die in Zusammenarbeit mit den Gedenkstätten Auschwitz-Birkenau, Bełżec, Majdanek, Treblinka, Sobibór und Chełmnie entstand. Sie thematisiert die Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten, die mit Hilfe eines ausgeklügelten Eisenbahnsystems organisiert wurde. In einer bewegenden Gleisinstallation treffen deren imaginäre Schienen auf den projizierten Torbau von Auschwitz-Birtkenau und verbinden so symbolisch Nürnberg (den Ort der „Rassegesetze“ von 1935 und der Reichsparteitage) mit dem Ort der Vernichtung, Auschwitz.
Im Süden Nürnbergs sind noch heute Baureste aus nationalsozialistischer Zeit erhalten, die ursprünglich Teil einer monumentalen Kulisse zur Selbstinszenierung des Nationalsozialismus waren. Das eigentliche Dokumentationszentrum befindet sich in der Kongresshalle, die ursprünglich 50 000 Menschen fassen sollte, aber unvollendet blieb. Sie beinhaltet heute eine Dauerausstellung zu „Faszination und Gewalt“ des 3. Reiches und behandelt in besonderem Maße Nürnberg als ehemalige „Stadt der Reichsparteitage“.
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