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Mobilfunk und Schule

23. Juni 2008

Handy-Strahlung messen und vergleichen, experimentieren mit verschiedenen Betriebsbedingungen konnten wir im Juni zwei Wochen lang. Von der Aktion "Mobilfunk und Schule", einer Kooperation des Umwelt- und des Kultusministeriums, hatte man uns einen SAR-Mess­kopf (Strahlungs-Absorptions-Rate) mit Auswertungs-Software zur Verfügung gestellt. Im Physik-, NuT- und Biologieunterricht wurde Kurtl - so heißt er bei uns - klassenweise nach seinen Messwerten befragt. Wer es individueller wollte, konnte in der Pause mit oder ohne Handy zu ihm kommen und sich informieren.

Klar zeigte sich, dass das richtige Halten in der Hand von Bedeutung ist, dass das Handy im Stand-by-Betrieb ebenso wie in Gesprächspausen so gut wie nicht strahlt, dass die Handy­strah­lung umso schwächer ist, je besser die Netzverbindung ist und dass am Körper die Strah­lenbelastung durch den Sendemast wegen der Entfer­nung um Größenordnun­gen schwächer ist als die des eigenen Handy. Neu für die meisten Interessenten war auch, dass im Mobilfunk Nachrichten in einem Achtel der tatsächlichen Gesprächszeit übertragen werden. Dadurch wird die Strahlenbe­la­stung auch zeitlich beträchtlich reduziert. Nebenbei ergeben sich dadurch Zeitschlitze für bis zu 8 Han­dys, die vom gleichen Ort aus zugleich im gleichen Netz telefonieren können.

So holten sich die Interessenten sachliche, fundierte Informa­tion als Wissensbasis für die aktuelle Diskussion um die elektromag­netische Strahlung.

Diese Verhaltensmaßnahmen zur erhöhten Sicherheit wurden erarbeitet:

Dass der Mobilfunk kein Krebsrisiko bedeutet und dass Schädigungen durch die Mobil­funk­strahlung höchstens durch die Wärmewirkung denkbar sind, ist inzwischen allgemein bekannt, auch wenn wir es hier nicht überprü­fen konnten.

 

Schön war, dass Interesse an diesem kontrovers diskutierten Thema in allen hier vorkommen­den Alters­stu­fen von 10 bis 65 Jahren zu registrieren war. Dass Kurtl selber für Schallwellen stocktaub ist und dass ein leises Plätschern zu hören war, wenn man ihn schüttelte, hat manche zu einem verständnisvollen Grinsen veranlasst.  

Otto Höchstetter


Luitpold-Gymnasium Wasserburg am Inn