Blitze und Eis
Exkursion ins Deutsche Museum München
22. Januar 2008
Im Frühjahr besuchten die Klassen 10b und 10c mit Frau Villing und Herrn Strobl das Deutsche Museum in München. Dort erwartete uns eine Vorstellung mit Flüssigstickstoff. Dieser kann, wie uns erklärt wurde, in einer speziellen Maschine hergestellt werden. Zu unserem Schutz war eine Scheibe zwischen uns Schülern und den Versuchen. Der Versuchsleiter trug auch extra eine Schutzbekleidung. Der Herr vom Deutschen Museum erklärte uns zudem, dass der flüssige Stickstoff −196°C kalt war und man schwere Eisbrandverletzungen davontragen kann, wenn man mit nackter Haut in Berührung damit kommt.
In einem kleinen Topf dampfte der flüssige Stickstoff und es wurden verschiedene Dinge eingefroren. Zum Beispiel ein paar Pflanzenblätter, die nach Eintauchen in den Stickstoff hartgefroren waren und wie Glas zersplitterten, wenn man sie auf den Boden warf. Sehr faszinierend fanden wir auch den Versuch mit einem aufgeblasenen Luftballon, der durch die extreme Abkühlung sehr klein wurde, weil die kalte Luft im Innern so zusammengedrückt wurde, und dann auch wieder seine ursprüngliche Größe annahm, als er wärmer wurde und die Luft sich wieder ausgedehnt hatte. Sehr eindrucksvoll war auch, als ein supraleitender Metallzylinder durch die Abkühlung zu schweben begann oder als Flüssigstickstoff über den Tisch geschüttet wurde. Viele kleine Flüssigkeitsperlen haben sich gebildet und sind im nächsten Moment auch schon wieder verdampft. Demonstriert wurde uns zudem, wie ein normaler Hüpfball seine Sprungkraft verliert, wenn er tiefgefroren wird. Der Ball rollte nur noch auf der Platte und war nicht mehr dehnbar.
Der spektakuläre Höhepunkt unseres Besuchs im Deutschen Museum war die Vorführung von Hochspannungs- und Blitzphänomenen in der Ausstellung „Starkstromtechnik“. Zum Beispiel der Versuch, bei dem Strom von einer Metallspitze zur anderen geleitet wurde. Beim zweiten Teil des Versuches wurde eine Glasplatte zwischen die beiden Spitzen geschoben, woraufhin wir erstaunt feststellten, dass sich der Strom seinen Weg nicht durch, sondern über die Glasplatte suchte. Beim nächsten und zugleich spannendsten Versuch wurde eine Person in einem so genannten Faradayschen Käfig zur Decke hinaufgezogen. Mit einer Spannung von 220 000V wurde die Kugel auf Hochspannung gebracht. Zu unserer Verwunderung trug die Person dank der Erdung des Käfigs keinen Schaden davon und kam unverletzt wieder am Boden an.
Auf eindrucksvolle Weise und mit einer Spannung von bis zu 1,2 Millionen Volt wurde uns veranschaulicht, welchen Schaden Blitze bei nicht geerdeten Objekten anrichten können. So wurde zum Beispiel ein Holzstab mit einem einzigen Blitzschlag in der Mitte gespaltet. Nach Einschlag in einen dünnen Draht verdampfte dieser mit einem lauten Knall. Als ein Blitzeinschlag in ein schlecht geerdetes Haus simuliert wird, fängt dieses Feuer, wobei bei der gut geerdeten Kirche nichts passiert. Insgesamt war es eine spannende und lehrreiche Vorführung, die wir gerne wieder besuchen würden.
Vroni Heller - Anja Söllner - Denise Walke
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