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Mars

 

Unser Nachbarplanet findet zur Zeit das besondere Interesse von Forschung, Raumfahrt und Medien. We­gen seiner Zu­sammen­setzung und Lage gilt er als der erdähnlichste Körper im Sonnensystem. Von der Sonne ist er im Mittel 230 Millionen km entfernt, also 1½ mal so weit wie die Erde. Stofflicher Aufbau und Sonnenein­strahlung kommen den Erdverhältnissen am nächsten. Der Mars hat einen Durch­mes­ser von 6794 km, der damit etwa halb so groß wie der unserer Erde und doppelt so groß wie der des Mondes ist. Zum Umlauf um die Sonne braucht er knapp 1,9 Jahre, so dass er alle 2 Jahre von der innen laufenden Erde überholt wird. Dann kommen wir ihm immer sehr nahe und er er­scheint groß und licht­stark am Mitter­nachts­himmel wie zuletzt im August 2003.

 

 

Auch mit den 24½ Stunden Rotationsdauer gleicht er unserer Erde. Deshalb beschäftigt uns die Frage, ob Leben auf dem Mars möglich ist oder gar schon existiert hat. Ent­scheidende Voraussetzung dafür ist Wasser. Im Gegen­satz zum Mond gibt es Ver­wit­ter­ungs­spuren und vermu­tete ehemalige Wasserläufe. Eine größere Wassermenge unter der Oberfläche konnte aber erst von den jüngsten Marssonden sicher nach­gewiesen werden. Leben auf unserem Nachbarplaneten hingegen konnte bisher nicht gefunden werden, auch nicht in einfachster Form. Der Mars besitzt eine Atmo­sphä­re. Sie ist im Vergleich zur Erde sehr dünn und besteht fast nur aus Kohlen­dioxid. Sauerstoff kommt so gut wie überhaupt (noch?) nicht vor. Für eine Besiedlung müsste also noch viel geändert werden oder es bliebe bei geschlossenen Stationen mit örtlich angepassten Luftverhältnissen.

Das Bild vom Äqua­tor­bereich zeigt weiß­blaue Wolken aus Was­sereis über den 3 großen Vulkanen nörd­lich der großen Mars­täler (Val­les Marineris; nach der Sonde Mariner 1973 benannt), einem Cañonsystem in Ost-West-Richtung ca. 4000 km lang und bis 3000 m tief. Der höchste Vulkan Olympus Mons ist fast 27 km hoch! Den Namen „roter Planet“ hat er von Eisenoxiden im Sand seiner Staubwüsten.

 

 

Seit den Beobachtungen von Schia­parelli (1877) beschäftigen uns die Marskanäle: Haben Mars­bewoh­ner Wasserleitungen von den Polen zu den trockenen Regionen ge­baut? - Nein! Es war die Qualität der damaligen Fernrohre, die solche Phantastereien zuließ.

 

Zum Nachdenken: Wie steht es um die Realisierbarkeit einer Marsbesiedlung? (Energiebedarf bei der Anreise - Reisedauer - Anpassung der Atmosphäre - für wie viele Menschen?)

 

Bildquelle: NASA, JPL (Jet Propulsion Laboratory) 

Luitpold-Gymnasium Wasserburg am Inn