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Mond

 

Der Mond ist ein Felskörper mit 3476 km Durch­messer, das entspricht über einem Viertel der Erde, die aber die 81-fache Masse hat. Durch die gegenseitige Gravi­tationsanziehung ist er an die Erde gebunden und umkreist sie in knapp einem Monat in 384.000 km Entfernung. Die gleiche Kraft wirkt jedoch ebenso auf die Erde, was sich z.B. in den Gezeiten äußert. Der Mond erscheint uns darum am Himmel in verschiedenen Phasen: Er reflektiert das Licht der Sonne, und wir sehen wäh­rend eines Umlaufs – ent­sprechend der Stellung zur Erde – stets verschiedene Teile beleuchtet. Der fahle, rötliche Schimmer, den wir bei Neumond oder bei einer Mondfinsternis trotzdem wahr­nehmen, stammt vom Licht, das von der Erde ausgeht.

 

 

Eine Mond­fins­ternis entsteht, wenn der Voll­mond genau den Schatten der Erde durchquert. Wesent­lich spektakulärer ist allerdings eine Son­nen­fin­sternis, bei der der Mondschatten auf die Erde fällt, also dort die Sonne verdeckt wird, die, obwohl 400 mal so groß gleich groß erscheint, weil sie wesentlich weiter entfernt ist (150 Millionen km).  

 

 

Auffällig ist, dass der Mond uns stets das gleiche "Gesicht" zeigt. Die erdabgewandte Seite wurde zum ersten Mal im Oktober 1959 von der sowjetischen Raumsonde Luna 3 foto­grafiert. Der Grund ist, dass sich durch Reibungsprozesse die Rota­tionsdauer mit der Umlauf­zeit synchronisiert hat, so dass der Mond für eine Umdrehung genau so lange braucht, wie für einen Umlauf um die Erde, nämlich 27,3 Tage. Das "Gesicht" ist geprägt von dunkleren Regionen, die Galileo Galilei fälschlicherweise mare (Meer) nannte. In Wirk­lichkeit handelt es sich um Krater von gewaltigen Asteroiden­einschlägen, die sich mit Lava gefüllt hatten. Seit 4 Milliarden Jahren ist die Mondoberfläche allerdings fast unverändert. Die zahlreichen großen und kleinen Krater von Meteoriten­einschlägen sind seit dieser Zeit erhalten geblieben, weil es auf dem Mond kaum Was­ser und keine Atmosphäre mit Wettergeschehen und damit auch keine Erosion gibt.

 

 

Am 20.6.1969 gewannen die Amerikaner mit der ersten Mondlandung durch Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Col­lins den langen Wett­lauf mit der Sowjetunion. Die Geologie des Mondes konnte erst durch die bei den Mondlandungen gemachten Ge­steinsproben verstanden werden. Da­mit wurde auch die Theorie der Entstehung des Plane­tensystems ge­festigt. In­zwischen ist ziemlich sicher, dass der Mond aus einer Kollision der sich bildenden Erde mit einem Planetoiden von der Größe des Marses ent­standen ist.

 

Zum Nachdenken: In welchen Mondphasen sind Finsternisse möglich?

 

Bildquelle: Lick Observatory

Luitpold-Gymnasium Wasserburg am Inn