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Planetensystem

 

Die Sonne besitzt 99,87 % der Masse des ganzen Planetensystems. Aufgrund ihrer Anziehungskraft wird sie von den 8 Planeten (Merk­spruch "Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel." für Reihenfolge Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun), sowie vielen Asteroiden, Kometen und einigen Zwergplaneten umrundet. Während Merkur seinen Umlauf in 0,4-facher Erdent­fernung (150 Mio. km = 1 Astronomische Einheit = 1 AE) in 88 Tagen ab­solviert, braucht Neptun mit durchschnittlich 30 AE Ent­fernung 165 Jahre.

 

Die Entstehung des Planetensystems mit der Sonne erfolgte vor ca. 4,6 Mrd. Jahren aus einer Gas- und Staubwolke. Unter sehr speziellen Bedingungen blieb um die sich bildende Sonne eine rotierende Staub­scheibe erhalten, aus deren Ver­dichtungen die Planeten entstanden. Die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars sind im wesent­lichen Gesteinsbrocken, die in Größe und Aufbau der Erde ähnlich sind. Sie konnten kaum Monde an sich binden: Außer der Erde mit dem relativ gro­ßen Erdmond hat nur noch der Mars zwei winzige Satelliten. Ganz anders sind da die äußeren Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, die viel größer sind: Der größte Planet Jupiter hat den 11-fachen Durch­messer und die 318-fache Masse der Erde. Sie bestehen v.a. aus den Gasen Wasserstoff und Helium, die sich im Zentrum wegen des hohen Drucks verflüssigen. Aufgrund der starken Gravitations­kraft findet sich jeweils eine ganze Schar von Monden, sowie die v.a. von Saturn bekannten Ringe aus feinem Staub, Eis und Gesteinsbrocken.

 

 

Die meisten Bilder und Daten von den Planeten und ihren Monden stammen von den Sonden Pionier 10 und 11 und v.a. Voyager 1 und 2 aus den 1970er Jahren und seit 1990 natürlich auch vom Hubble-Teleskop. Im Asteroidengürtel zwischen der Mars- und der Jupiterbahn wurden seit 1801 mehrere kleinere Objekte (deren größtes, Ceres, einen Durch­messer von 975 km hat, also 7,6 % des Erddurchmessers) entdeckt, die wegen zu geringer Eigengravitation oft nicht einmal kugelförmig sind. Ceres, Juno, Vesta und Astraea wurden bis ca. 1850 auch als Planeten bezeichnet, was dann wegen der vielen Asteroiden-Neuentdeckungen aber wieder abgeändert wurde.

 

So wurde auch 2006 der Planetenstatus des 1930 entdeckten Pluto, dessen Größe (nur 2 300 km Durch­messer) ursprünglich überschätzt wurde, wieder aberkannt, da er schon lange als Außenseiter gegolten hat (Seine Bahn ist am stärksten elliptisch und gegen die der anderen Pla­neten um 17° geneigt; einziger Mond Charon ist halb so groß wie Pluto) und in der Zwischenzeit mehrere transneptunische Objekte im Kuiper­gürtel entdeckt worden sind (seit 2002: Quaoar, Orcus, Sedna, Eris).

 

Zum Nachdenken: Wie viele Planeten gibt es um die 200 Mrd. Sterne allein in unserer Galaxis, und auf wie vielen könnte Leben möglich sein?

 

Bildquelle: Zeitschrift Sterne und Weltraum (SuW) 

Luitpold-Gymnasium Wasserburg am Inn