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Sie befinden sich hier  STARTSEITE UNTERRICHT Physik 6. Astronomie Astronomieausstellung Spiralgalaxien

Spiralgalaxien

 

Seit der Himmel mit Teleskopen vermessen und karto­grafiert wird, kennt man verschwommene Lichtflecken, die man als Nebel bezeichnet hat. Der Philosoph Immanuel Kant stellte bereits 1755 die These auf, dass sie Stern­systeme sein könnten, die er "Weltinseln" nannte. Im 19. Jahrhundert entdeckte man mit verbesserten Fern­rohren, dass viele der Nebel eine Spiralstruktur besitzen. Erst 1923 gelang es dem Astronomen Edwin Hubble mit einem 2,5 m Teleskop, einzelne Sterne im Andromeda­nebel (vgl. Bild unten)  - und später auch in anderen Galaxien - aufzulösen. Besonders wichtig waren dabei sog. Delta-Cephei-Sterne: Wie beim Stern d im Sternbild Cepheus kann auf ihre absolute Leuchtkraft geschlossen werden. Aus dem Vergleich mit der gemes­senen schein­baren Hellig­keit kann man die Entfernung berechnen. So ergibt sich für den Andromeda-Nebel ein Abstand von 2,2 Millionen Lichtjahren, er gehört damit nicht mehr zu unserem Milchstraßen-System (dessen Durch­messer ca. 100 000 Lichtjahre beträgt) und ist also gar kein Nebel, sondern eine Galaxie.

 

 

Jede Galaxie ist also eine eigenständige Struktur, in der sich durchschnittlich mehrere 100 Milliarden Sterne an­sammeln. Die meisten haben elliptische oder spiral­för­mige Gestalt. Spiralgalaxien sind flache Scheiben (mit typischen Dimensionen wie unsere Milch­straße), deren Kernbereich aus älteren, rötlichen Sternen besteht und deren Spiralarmen interstellare Gaswolken und daraus neu ent­stehende Sterne enthalten, die eher blau strahlen. Unser Foto zeigt die Galaxie mit der Nummer 1232 im "New General Cata­logue", die sich im südlichen Sternbild Eridanus in knapp 100 Millionen Lichtjahren Ent­fernung befindet. Sie ist ein wunderschönes Beispiel, auf das man ziemlich senkrecht schaut, deshalb ist die Spiral­struktur so deutlich. Im Gegensatz dazu sehen wir die Andromeda-Galaxie eher von der Seite, darum er­scheint sie verzerrt.

 

Zum Vergegenwärtigen: Im Fernrohr sehen Gas- und Staubnebel wie z.B. der Pfer­dekopf­nebel zunächst genauso aus wie Galaxien. Wie unterscheiden sie sich bzgl. Entfernung, Größe und Zusammen­setzung?

 

Bildquelle: ESO, Aufnahme mit dem VLT (8,2m-Spiegelteleskop, Chile)

Luitpold-Gymnasium Wasserburg am Inn