Eine musikalische Welt- und Zeitreise

11.07.2026

Sommerkonzert am Luitpold-Gymnasium

Über drei Kontinente entführte der Unterstufenchor gleich zu Beginn sein Publikum in der voll besetzten Aula des LGW: zunächst nach Südafrika mit dem Zulu-Lied Thula Sizwe, dann nach Indien, wo sich Ed Sheeran zu seinem Song Sapphireinspirieren ließ, und schließlich an eine Highschool in den USA mit dem Musical-Song We’re all in this together. Im Orchester hatten sodann einige Nachwuchsstreicher ihre Bühnenpremiere mit den Titelmelodien der Filme Winnetou und Die glorreichen Sieben.

Drei junge Frauen überzeugten als Gesangssolistinnen: Andreea-Julia Ionita mit Shallow von Lady Gaga, Stella Baumgartner mit May it be von Enya und ein selbstbewusster, starker Auftritt von Josepha Hutterer mit Virtual Insanityvon Jamiroquai. Jazz ergreift bei seinen Fans den ganzen Körper. Rhythmisch mitwippend verfolgten sie daher den Auftritt der Combo mit dem herausragenden Jakob Hochenrieder am Saxophon, als diese den Jazzstandard In the Still of the Night von Cole Porter darbot.

Auf eine gesangliche Zeitreise begaben sich der Mittel- und der Oberstufenchor: Der Folksong House of the Rising Sunvon 1964 erwärmte mindestens den älteren Zuhörern das Herz. Tanzbegeisterte ließen sich vom Titelsong des Tanzfilms Footloose aus dem Jahr 1984 mitreißen, den die Sängerinnen und Sänger mit außerordentlich dynamischer und präziser Choreographie begleiteten. 2008 brachte Peter Fox sein Lied Haus am See heraus, das sicher viele kennen, weil es sich 70 Wochen in den deutschen Singlecharts halten konnte. Noch nicht einmal ein Jahr alt ist der Song Der schönste Tag in meinem Leben von der Schweizer Band Fääschtbänkler. „Und ich hoff, dieser Tag geht nie vorbei“, dachte sich vielleicht auch manch musikbegeisterter Gast im Publikum.

Traditionell bildet die fetzige Jazzband des LGW den Konzertabschluss. Dieses Jahr durfte sie zwei großartige Gesangssolisten begleiten: Lekan Oyerinde verkörperte mit Get your way von Jamie Cullum kraftvoll und glaubwürdig, dass er seinen eigenen Weg zu gehen weiß. Den Stolz und die Stärke schwarzer afro-kubanischer Frauen vermittelte Ana Tudor selbstsicher und temperamentvoll mit Bemba Colora von Celia Cruz. Diese beiden letzten Höhepunkte entlockten dem Publikum wahre Beifallsstürme. Die drei Musiklehrkräfte Gisela Sandner, Thomas Ganzenmüller und Nina Neuwald freuten sich sichtlich über die gelungenen Früchte wochenlanger, mühevoller Probenarbeit.

Von Gerhard Widmann