Geographie

Personal

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Lehrplan

Im Fach Geographie beschäftigen sich die Schüler mit räumlichen Strukturen und Prozessen auf der Erde. Ziel ist es, die Erde als Lebensgrundlage des Menschen in ihrer Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit zu begreifen und verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen. An globalen, regionalen und lokalen Raumbeispielen zeigt das Fach Geographie sowohl die gestaltende Wirkung der Naturkräfte als auch die raum-prägenden Einflüsse des Menschen. Die Schüler lernen somit, natur- und gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse, Sichtweisen und Methoden zu verbinden. Mit den Inhalten der Physischen Geographie, der Kulturgeographie und der Regionalen Geographie werden auch Kenntnisse aus anderen Geowissenschaften, wie zum Beispiel der Geologie, Meteorologie, Ozeanographie oder der Stadtplanung vermittelt.


 Fachprofil Geographie

Jahrgangsstufenpläne     5    7    8    10    11    12 

ISB-Referat Geographie


Interessante Links


Grundwissen

Orientierung

  • Absolute Höhe : Höhe über dem Meeresspiegel (über Normal Null = ü. NN).
  • Äquator : Der mit 40.000 Kilometern längste Breitenkreis der Erde, der Nord- und Südhalbkugel trennt.
  • Erdteil (Kontinent): Große zusammenhängende Landmasse der Erde, die von Ozeanen und ihren Randmeeren umgeben ist.
  • Geographische Lage (geographische Breite, geographische Länge) : Die Lage eines Ortes im Gradnetz.
  • Globus (lateinisch: Kugel): Die wirklichkeitsgetreue verkleinerte Abbildung der Erde.
  • Gradnetz : Das aus Längen- und Breitenkreisen gebildete Netz, durch das sich die geographische Lage aller Orte genau bestimmen lässt.
  • Höhenlinie : Linie, die Punkte gleicher Höhenlage verbindet.
  • Karte : Verkleinerte, verebnete und vereinfachte Darstellung der Erde oder eines Teils der Erdoberfläche.
  • Kompass : Gerät zum Bestimmen der Himmelsrichtungen, das aus einem Gehäuse, der Magnetnadel, die nach Norden zeigt, und der drehbaren Windrose besteht.
  • Legende : Erklärung der Zeichen und Farben am Kartenrand.
  • Maßstab : Verhältnis der Streckenlänge auf der Karte zur wirklichen Streckenlänge in der Natur.
  • Physische Karte : Karte, die die Oberflächengestalt zeigt und über die Lage von Orten, den Verlauf von Gewässern und großen Verkehrswegen informiert.
  • Planet (Wandelstern): Einer der neun großen Himmelskörper (Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto), der sich in kreisähnlicher Ellipsenbahn um die Sonne bewegt und Licht von der Sonne empfängt.
  • Pole : Nördlichster und südlichster Punkt der Erde auf 90 °N und 90 °S an den Endpunkten der gedachten Erdachse.
  • Relative Höhe : Höhenunterschied zwischen zwei Höhenpunkten.
  • Signatur : Zeichen und Symbole, mit denen verschiedene Erscheinungen der Erde auf Karten dargestellt werden.
  • Thematische Karte : Karte, die ein Thema, wie zum Beispiel die Bodennutzung oder die Verteilung der Bevölkerung darstellt.
  • Topographische Karte : Karte, die die Oberflächenformen, Gewässer, Siedlungen, Verkehrswege und die Pflanzenbedeckungen eines kleinen Gebietes darstellt. Für die Angabe der Höhen werden Höhenlinien verwendet.


Von den Alpen bis zur Nordsee

  • Ablagerung : Absetzen von Verwitterungsmaterial.
  • Abtragung/Erosion : Verwittertes Gestein wird durch Wasser, Wind und Eis verlagert.
  • Eiszeitalter : Zeitalter der Erdneuzeit, das vor rund einer Million Jahren begonnen hat und gekennzeichnet ist durch den Wechsel von Kalt- und Warmzeiten
  • Erdaltertum : Erdzeitalter, das vor etwa 570 Millionen Jahren beginnt und vor etwa 225 Millionen Jahren endet.
  • Erdbeben : Erschütterungen der Erdkruste.
  • Erdmittelalter : Erdzeitalter, das vor etwa 225 Millionen Jahren beginnt und vor etwa 65 Millionen Jahren endet.
  • Erdneuzeit : Erdzeitalter, das vor etwa 65 Millionen Jahren beginnt.
  • Erdzeitalter : Entwicklungsabschnitte der Erde, gegliedert in Erdurzeit, Erdaltertum, Erdmittelalter und Erdneuzeit.
  • Fossil : Versteinerter Überrest eines vorzeitlichen Lebewesens.
  • Gestein : Material der Erdkruste, das aus einem Mineralgemenge besteht.
  • Gletscher : Große Eismassen, die durch Pressung und Umformung von Schnee zu Eis entstanden sind und sich abwärts bewegen.
  • Hochgebirge : Gebirge, das sich um mindestens 1500 Meter über die Umgebung erhebt und besonders steile Hänge, scharfe Grate und Bergketten aufweist.
  • Karst : Vielfalt von Landschaftsformen, die durch Lösung des Kalkes gebildet wurden. Dazu gehören: Trockentäler, Dolinen, Höhlen mit Tropfsteinen.
  • Kies : Vom Wasser transportierte und zugerundete, bis faustgroße Steine.
  • Lava : Glutflüssige, entgaste Gesteinsschmelze nach dem Austritt an die Erdoberfläche.
  • Löß : Vom Wind abgelagertes staubfeines Lockersediment, das in Mitteleuropa in den Kaltzeiten der Eiszeiten entstanden ist.
  • Magma : Glutflüssige, gashaltige Gesteinsschmelze in den tieferen Teilen der Erdkruste.
  • Mineral : Grundbaustoffe der Gesteine.
  • Mittelgebirge : Gebirge bis etwa 1500 Meter Höhe; mit gerundeten Bergformen, Hochflächen und Tälern.
  • Moräne : „Schutthaufen“, der durch die Ablagerung von Gestein durch Gletscher entstand.
  • Relief : Oberflächenformen einer Landschaft. Sand : Feines, körniges Gesteinsmaterial.
  • Transport : Verfrachtung von Material.
  • Verwitterung : Zerstörung von Gestein durch Hitze, Frost und Wasser.
  • Vulkan : Oberflächenform, die durch Ablagerung von Lava und Asche entsteht.


Landwirtschaft im Wandel

  • Grundwasser : Wird durch versickerndes Oberflächenwasser (Niederschläge, Gewässer) gebildet und sammelt sich in unterschiedlicher Tiefe.
  • Grünland/Grünlandwirtschaft : Nutzung der Landwirtschaftsflächen als Wiesen oder Weiden, wo eine ackerbauliche Nutzung nicht sinnvoll ist.
  • Gunstgebiet : Ackerbaugebiet, in dem aufgrund der günstigen Naturbedingungen (Boden, Klima) auch anspruchsvolle Nutzpflanzen, wie Getreide, gut gedeihen.
  • Kulturlandschaft : Durch die menschliche – insbesondere landwirtschaftliche Nutzung veränderte und gestaltete Naturlandschaft.
  • Massentierhaltung : Sonderform der Spezialisierung, bei der eine hohe Anzahl von Tieren auf engem Raum gehalten wird.
  • Mechanisierung : Ersatz der menschlichen und tierischen Arbeitskraft durch Maschinen.
  • Milchwirtschaft : Zweig der Viehwirtschaft, bei dem man sich auf die Haltung von Rindern und die Produktion von Milch spezialisiert hat.
  • Nebenerwerbsbetrieb : Landwirtschaftlicher Betrieb, dessen Besitzer einer hauptberuflichen Tätigkeit außerhalb der Landwirtschaft nachgeht.
  • Sonderkultur : Anbau von landwirtschaftlichen Produkten, die besondere natürliche Voraussetzungen benötigten (Klima, Boden) und einen hohen Arbeits- und Kapitalaufwand erfordern. Ihre Preise liegen erheblich über denen anderer landwirtschaftlicher Produkte.
  • Spezialisierung : Beschränkung der Produktion in einem landwirtschaftlichen Betrieb auf wenige pflanzliche oder tierische Erzeugnisse.
  • Ungunstgebiet : Landwirtschaftsgebiet, in dem die ungünstigen Naturbedingungen nur den Anbau von anspruchslosen Nutzpflanzen, nicht aber den von Getreide zulassen.
  • Vollerwerbsbetrieb : Landwirtschaftlicher Betrieb, dessen Besitzer (mit Familie) allein von den Erträgen aus der Landwirtschaft lebt.


Städte und ihr Umland

  • Altstadt : Historischer Kern einer Stadt mit meist engen Straßen. Hier liegt das Einkaufs- und Geschäftsviertel, hier stehen die Baudenkmäler.
  • Ballungsraum : Gebiet mit einer hohen Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte, vielen Arbeitsplätzen und einem hohen Verkehrsaufkommen, häufig mehrere aneinander grenzende Großstädte.
  • City : Geschäfts- und Verwaltungszentrum einer Großstadt, in dem es mehr Beschäftigte als Bewohner gibt.
  • Dienstleistung : Wirtschaftliche Tätigkeit, bei der nicht Sachgüter produziert, sondern (persönliche) Leistungen (Arzt, Rechtsanwalt, Lehrer, Friseur, Autoreparatur) erbracht werden.
  • Einkaufs- und Geschäftsviertel : Ballung von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben im Zentrum einer Stadt. Häufig durchgehende Schaufensterfronten, Fußgängerzone und Knotenpunkt der öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Industrieviertel : Teil des Stadtgebietes, in dem fast ausschließlich Industrie-, Handwerks- und Speditionsbetriebe sowie Großmärkte liegen.
  • Pendler : Personen, die (täglich) die Gemeindegrenze überschreiten, da sie an einem anderen Ort als dem Wohnort arbeiten oder zur Schule gehen.
  • Stadtumland : Umland einer Stadt, das zugleich Einzugsbereich ist und als Ergänzungsraum (Wohnort der Arbeitskräfte, Naherholung für die Städter, Versorgung der Stadt mit Trinkwasser …) dient.
  • Stadtviertel : Gliederung der Stadt nach der jeweils vorherrschenden Nutzung.
  • Verdichtungsraum : Gebiet, in dem mehr als 1.250 Einwohner auf einem Quadratkilometer leben und Arbeitsplätze, Betriebe, Verkehrsanlagen, Einrichtun­gen des öffentlichen Lebens auf engem Raum konzentriert sind.
  • Wohnviertel : Stadtteile mit vorherrschender Wohnnutzung, wobei häufig nach der Bebauung unterschieden wird (Hochhausviertel, Villenviertel usw.).

Europa – unser Erdteil

Wetter und Klima in Europa 

  • Bewässerungslandwirtschaft : Die Bewässerung von landwirtschaftlichen Nutzflächen dienen der Überbrückung der Trockenperiode und der Ertragssteigerung. In Trockengebieten ist sie die Voraussetzung für den Anbau.
  • Föhn : Warmer Fallwind im “Regenschatten” von Gebirgen.
  • Gemäßigtes Klima : Klima der Zone, die zwischen der subpolaren und subtropischen Zone liegt, ohne extrem kalte oder warme, trockene oder nasse Monate.
  • Hartlaubvegetation : Immergrüne Bäume und Sträucher, die sich durch lederartige Blätter mit Wachsüberzug an die Bedingungen des Mittelmeerklimas angepasst haben.
  • Hochdruckgebiet : Luftdruck über 1013 hPa. Winde wehen im Uhrzeigersinn aus dem H heraus.
  • Isobare : Linie gleichen Luftdruckes in der Wetterkarte.
  • Kaltfront : Kaltluft schiebt sich unter eine wärmere Luftmasse: rasche Abkühlung, Gewitter.
  • Mittelmeerklima : Sommer heiß und regenarm, Winter mild und feucht, deshalb auch Winterregenklima genannt.
  • Polarklima : Kalt während des ganzen Jahres.
  • Steigungsregen : Niederschlag an Gebirgshängen, an denen die Luft aufsteigen muss, so dass sie sich abkühlt und der Wasserdampf kondensiert.
  • Tiefdruckgebiet : Winde wehen entgegen dem Uhrzeigersinn in das T hinein. 
  • Verdunstung (Kondensation): Langsamer Übergang des Wassers vom flüssigen in den gasförmigen Zustand (unsichtbarer Wasserdampf).
  • Warmfront : Warmluft gleitet auf kalte Luftmasse auf: Landregen, langsame Erwärmung.
  • Wetter : Das Zusammenspiel der verschiedenen Wettererscheinungen wie Regen, Wärme und Kälte, Sonnenschein und Bewölkung.
  • Wetterelemente : Diese “Bausteine des Wetters” sind Temperatur, Luftdruck und Winde, Verdunstung und Niederschlag.Die potentielle (mögliche) Verdunstung ist höher als der Niederschlag. Im Klimadiagramm liegt die Temperaturkurve über der Niederschlagskurve.


Industrie in Italien

  • Ressourcen : Natürliche Hilfsmittel für die Wirtschaft; in der Industrie zum Beispiel Energie, Bodenschätze, Wasser, Luft, Boden, aber auch Menschen. 

Westeuropa – Zentren und Randlagen

  • Aktivraum : Gebiet mit hoher Wirtschaftskraft, vorwiegend gewerblich-industrieller Art, und starker Bevölkerungszunahme durch Zuwanderung. 
  • Ozeanisches Klima : Vom Meer beeinflusstes Klima mit reichen Niederschlägen; geringe Temperaturschwankungen zwischen den mäßig warmen Sommern und den milden Wintern mit wenigen Frosttagen.
  • Passivraum : Gebiet mit geringer Wirtschaftskraft, vorwiegend agrarer Art, und Bevölkerungsabnahme durch Abwanderung.


Westeuropa – Metropolen

  • Metropole : Politischer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt eines Landes; sie überragt an Bedeutung alle anderen Großstädte.Natürliche Hilfsmittel für die Wirtschaft; in der Industrie zum Beispiel Energie, Bodenschätze, Wasser, Luft, Boden, aber auch Menschen.


Nordeuropa – Lebensraum an der Kältegrenze

  • Borealer Nadelwald : Artenarmer, langsam wüchsiger Nadelwald auf der Nordhalbkugel; in Russland: Taiga.
  • Permafrost : Dauerfrostboden; ganzjährige bis in die Tiefen gefrorener Boden, der in den Sommermonaten oberflächlich auftaut.
  • Polarkreis : 66,5° nördlicher und südlicher Breite.
  • Tundra : Baumlose Kältesteppe mit Flechten, Moosen und Gräsern. Waldtundra (Krüppelholz) als Übergangssaum zur Taiga.Natürliche Hilfsmittel für die Wirtschaft; in der Industrie zum Beispiel Energie, Bodenschätze, Wasser, Luft, Boden, aber auch Menschen.


Polen – unser Nachbar im Osten 

  • Kontinentalklima : Niederschläge zu allen Jahreszeiten, aber geringer als in Meeresnähe.
  • Marktwirtschaft : Eine Wirtschaftsform, in der das produziert wird, was die Menschen verlangen. Angebot und Nachfrage regeln den Preis.
  • Tropisches Klima : Heiß während des ganzen Jahres, keine kalte Jahreszeit.Natürliche Hilfsmittel für die Wirtschaft; in der Industrie zum Beispiel Energie, Bodenschätze, Wasser, Luft, Boden, aber auch Menschen.

Klima und Vegetationszonen der Erde

  • Arid : Die potentielle (mögliche) Verdunstung ist höher als der Niederschlag. Im Klimadiagramm liegt die Temperaturkurve über der Niederschlagskurve.
  • Erdrevolution : Drehung der Erde um die Sonne innerhalb eines Jahres (auf elliptischer Bahn). Erdrotation ist die Drehung der Erde um sich selbst.
  • Humid : Es fällt mehr Niederschlag als verdunstet. Im Klimadiagramm liegt die Niederschlagskurve über der Temperaturkurve.
  • Immerfeuchte Tropen (= Klimazone) : Gebiet in der Nähe des Äquators, das infolge des Zenitalregens ganzjährig humid ist. Vorherrschende Vegetationsform: tropischer Regenwald (Stockwerksaufbau).
  • Innertropische Konvergenzzone (ITC) : Die äquatoriale Tiefdruckrinne (Gürtel aus Tiefdruckgebieten, der mit dem Zenitstand wandert), wird auch als innertropische Konvergenzzone bezeichnet, weil hier die Passate der Nord- und Südhalbkugel zusammentreffen (= konvergieren).
  • Jahreszeitenklima : Die Temperaturschwankungen während des Jahres sind größer als die während des Tages. Dieses Klima ist typisch für die Gebiete außerhalb der Tropen.
  • Mittelbreiten : Regionen zwischen den Wendekreisen und Polarkreisen. Sie werden unterteilt in hohe Mittelbreiten, auch gemäßigte Zone genannt, und Subtropen.
  • Passate : Beständig wehende Winde, deren Ursache im Druckausgleich zwischen subtropischem Hochdruckgürtel und äquatorialer Tiefdruckrinne (vgl. ITC) zu suchen ist.
  • Passatkreislauf : In sich geschlossene tropische Luftzirkulation. Am Äquator steigen warme Luftmassen auf, kühlen dabei ab und strömen in großer Höhe polwärts. Im Bereich der Wendekreise sinken sie zu Boden (subtropischer Hochdruckgürtel) und strömen als Passate zum Äquator zurück. Hier werden sie erwärmt und steigen wieder auf. Sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel existiert jeweils ein Passatkreislauf.
  • Polarzone : Region nördlich bzw. südlich der Polarkreise (bei jeweils 66,5°), in denen Polartag (24 h Sonne bzw. Tag) und Polarnacht (24h keine Sonne bzw. Nacht) vorkommen.
  • Savanne : Die vorherrschende Vegetationsform der wechselfeuchten Tropen. Sie gliedert sich je nach Dauer der Regenzeit in Feuchtsavanne, Trockensavanne und Dornsavanne.
  • Tageszeitenklima : Die Temperaturschwankungen während des Tages sind größer als die während des Jahres. Das Tageszeitenklima ist typisch für die Tropen.
  • Tropen : Die (Beleuchtungs-) Zone zwischen den beiden Wendekreisen. Hier steht die Sonne zweimal im Jahr im Zenit.
  • Wechselfeuchte Tropen (= Klimazone) : Region zwischen den trockenen Randtropen und den immerfeuchten Tropen. Sie ist durch den Wechsel von Regen- und Trockenzeit gekennzeichnet. Vorherrschende Vegetationsform: vgl. Savanne.
  • Wendekreise : So werden die beiden Breitenkreise (23,5° N und 23,5° S) genannt, über denen die Sonne einmal im Jahr senkrecht steht. Die Wendekreise sind die Grenze zwischen den Tropen und den Mittelbreiten.
  • Wind : Die durch Luftdruckunterschiede verursachte Bewegung von Luftmassen in der Natur. Je höher der Luftdruckunterschied zwischen zwei Regionen auf der Erde ist, umso stärker weht der Wind.
  • Wüste : Die vorherrschende Vegetationsform der trockenen Tropen (= meiste Zeit des Jahres arid). Folgende Wüstentypen können nach ihrer Entstehung unterschieden werden: Passatwüste, Wendekreiswüsten, Binnenwüste, Küstenwüste, Reliefwüste.
  • Zenitalregen : Heftige Niederschläge in den Tropen, die nach dem mittäglichen Sonnenhöchststand fallen. Die stark erwärmte Luft steigt auf, kühlt ab und der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert zu großen Wolkentürmen.


Der Orient

  • Antisemitismus : Judenfeindliche Einstellung
  • Bodenversalzung : Im Boden aufsteigendes Grundwasser führt gelöste Salze mit nach oben, die dort nach der Verdunstung zurückbleiben.
  • Flussoase : Bezeichnung für eine Oase, bei der ein Fluss Wasser für das Pflanzenwachstum bereitstellt
  • Fremdlingsfluss : Fluss, der in einem regenreichen Gebiet entspringt und anschließend durch ein Trockengebiet (z. B. Wüste) fließt; Bsp. Nil.
  • Monokultur : Auf einer größeren, zusammenhängenden Fläche wird die gleiche Kulturpflanze meist über einen längeren Zeitraum angebaut.
  • OPEC : Organization of Petroleum Exporting Countries
  • Orient : Kulturkreis, der durch arabische Schrift und Sprache sowie den Islam geprägt ist. Die typische orientalische Stadt beinhaltet Souk od. Suk, Kasba, Medina und den Basar.
  • Rentenkapitalismus : Wirtschafts- und Gesellschaftsform im Orient, bei der eine überwiegend städtische Oberschicht Eigentümer des Ackerlandes, des Saatguts, der Zugtiere und der Bewässerungsanlagen ist. Diese werden an die Bauern (= Fellachen) verpachtet. Als Pachtzins muss der Bauer, der das Land bewirtschaftet, einen entsprechenden Teil der Ernte an die Eigentümer bezahlen. Rentenkapitalistische Formen findet man auch in anderen Bereichen, wie z. B. im Handwerk.


Afrika südlich der Sahara

  • Apartheid : Die von der südafrikanischen Regierung bis Anfang der 1990er Jahre ausgeübte Politik der Rassentrennung zwischen schwarzer und weißer Bevölkerung.
  • Cash Crops : Agrarische Anbauprodukte, die für den Export bestimmt sind. Sie werden vor allem auf Plantagen in Monokultur angebaut, die von internationalen Unternehmen betrieben werden.
  • Desertifikation : Durch den Menschen verursachte Ausbreitung der Wüste.
  • Dreieckshandel : Wurde zwischen dem 17. und dem 19. Jhdt. durchgeführt. Europäische Schiffe lieferten Stoffe, Feuerwaffen etc. nach Schwarzafrika und erhielten dort von Händlern Sklaven. In Amerika wurden die Sklaven gegen Baumwolle, Tabak etc. getauscht. Mit diesen Rohstoffen kehrten die Schiffe nach Europa zurück.
  • Brandrodungswanderfeldbau : Um Flächen für die Landwirtschaft zu gewinnen, wird die Vegetation niedergebrannt. Die Asche dient als Dünger. Da die Nährstoffe aus der Asche nach zwei Jahren aufgebraucht sind und der Boden selbst fast keine Mineralstoffe besitzt, wird die Anbaufläche nach wenigen Jahren aufgegeben und eine neue wird auf gleiche Weise erschlossen. Diese Art des Feldbaus findet man in den Tropen. Sie wird auch als shifting cultivation bezeichnet.
  • Food Crops : Agrarische Anbauprodukte, die für die Ernährung der einheimischen Bevölkerung bestimmt sind (= Selbstversorger).
  • Migration : Wanderung von Menschen mit dem Ziel, sich woanders niederzulassen.
  • Sahelzone : Ein ca. 400 km breiter Übergangsraum zwischen Wüste und Dornsavanne auf dem afrikanischen Kontinent. Die Regenzeiten setzen hier sehr unterschiedlich lang und stark ein (= Niederschlagsvariabilität). Aufgrund weitgehender Überbevölkerung werden die Weidegebiete zu häufig genutzt und die Vegetation dadurch zerstört (= Überweidung). Zur Bewässerung für den Anbau von Cash Crops wird häufig fossiles Grundwasser (= Grundwasser, das sich vor langer Zeit unter anderen klimatischen Bedingungen gebildet hat und nicht mehr „nachgefüllt“ wird) genutzt.
  • Schwarzafrika : Afrika südlich der Sahara
  • Township : Bezeichnung für Wohngebiete in Südafrika, in denen während der Apartheid die farbige Bevölkerung wohnte. Homelands sind abgegrenzte Siedlungsgebiete der farbigen Bevölkerung außerhalb der Städte.


Mittel- und Südamerika

  • Amazonien : Tiefland des Amazonas, das v.a. mit Regenwald bedeckt ist.
  • Höhenstufen : Durch bestimmte Klimaverhältnisse und die damit zusammenhängende Pflanzendecke geprägte Höhenlage im Gebirge. Die Temperatur nimmt durchschnittlich um 0,6° je 100 m ab.
  • Metropole : Großstadt, die der wirtschaftliche und politische Mittelpunkt eines Landes ist
  • Zirkumpazifischer Faltengebirgsgürtel : Faltengebirge, die sich rings um den pazifischen Ozean erstrecken und durch Bewegungen der Erdplatten entstanden sind. Dieser beinhaltet auch viele Vulkane (= Ring of Fire).


Entwicklungsländer und ihre wirtschaftliche Verflechtung mit Europa

  • Billiglohnländer : Staaten, in denen Waren aufgrund niedriger Lohnkosten günstiger produziert werden.
  • Entwicklungsländer : Länder, die gegenüber Industriestaaten wirtschaftlich weniger entwickelt sind. Merkmale sind u. a. unzureichende Nahrungsmittelversorgung, hohe Analphabetenquote, hohes Bevölkerungswachstum, niedriges Einkommen, schlechte ärztliche Versorgung etc.
  • Globalisierung : Weltweite Vernetzung der Menschen und ihrer wirtschaftlichen Tätigkeiten.
  • Human Development Index (HDI) : macht eine Aussage über den Entwicklungsstand eines Staates auf Basis verschiedener Merkmale (z. B. Lebenserwartung, Analphabetenquote etc.)
  • Least Developed Countries (LLDC) : die besonders armen Entwicklungsländer.
  • Vereinte Nationen : Zusammenschluss von knapp 200 Staaten der Erde, der sich u. a. die Aufgabe gestellt hat, den Frieden auf der Welt zu bewahren und die internationale Zusammenarbeit zu fördern. Die Abkürzung „UN“ basiert auf der englischen Bezeichnung „United Nations“.


Geographische Arbeitstechniken und Arbeitsweisen

  • Klimadiagramm : Stellt den durchschnittlichen Temperaturverlauf und die durchschnittliche Niederschlagsmenge für jeden Monat graphisch dar.
  • Eine Faustskizze zeichnen
  • Thematische Karten und Diagramme lesen
  • Texte, Tabellen und Bilder auswerten
  • Arbeiten mit Karikaturen 

Indien und China – neue Wirtschaftsmächte

  • Subkontinent : Teil eines Kontinents, z.B. der Indische Subkontinent
  • Monsun : Großräumige Luftströmung, die jahreszeitlich die Richtung (um ca. 180°) wechselt. Man unterscheidet in Asien den feuchten Sommermonsun, der vom Ozean in den Kontinent hineinweht sowie den Wintermonsun, der aus de Kontineneten heraus zum Ozean strömt und nur dort Niederschläge bringt, wo er zuvor Meeresflächen überquert hat.
  • Kastenwesen : Traditionelles Gesellschaftssystem in Indien, das aus abgeschlossenen sozialen Gruppen besteht, die meist einer Berufsgruppe angehören und sich von anderen durch Heiratsordnung, Kleidungsvorschriften und Lebensstandard unterscheiden.
  • Kommunismus : Politische Bewegung, die von der Vorstellung einer Gesellschaft ausgeht, in der das Privateigentum abgeschafft, die Produktionsmittel in Gemeineigentum überführt und die materiellen und kulturellen Bedürfnisse aller Menschen gleichmäßig befriedigt werden. Beispiele: China, Nordkorea, UdSSR.
  • Ein-Kind-Politik : Bevölkerungspolitik in China aufgrund des starken Bevölkerungswachstums: Jedes verheiratete Paar sollte nur ein Kind haben. Inzwischen wurden die zur Durchsetzung beschlossenen Gesetze und Maßnahmen wieder abgeschwächt.
  • Verstädterung : Bezeichnung für die quantitative Zunahme des Anteils der Bevölkerung eines Staates, der in Städten lebt.
  • Marginalsiedlung : Durch Zuzug schnell wachsende, illegale Hüttenviertel am Stadtrand von Metropolen.
  • Wanderarbeiter : Gering qualifizierte Menschen, die auf der Suche nach Arbeit aus peripheren Räumen in die Wirtschaftszentren ziehen.
  • Wachstumspole : Teil einer Entwicklungsstrategie, die davon ausgeht, dass aufgrund der begrenzten Investitionsmittel eine erfolgreiche Gesamtentwicklung des Staates am einfachsten erreicht werden kann, indem die Förderung auf regionale Schwerunkte und einzelne Schlüsselindustrien konzentriert wird. Die  in den Zentren ereichten Entwicklungsimpulse sollen von diesen auf umliegende Regionen ausstrahlen.
  • Sonderwirtschaftszonen : Gebiet innerhalb eines Staates, in dem ein besonderes Wirtschafts- und Steuerrecht gilt. Ziel der Einrichtung einer solchen Zone ist die Steigerung von in- und ausländischen Investitionen.
  • Joint Venture : Zusammenschluss von selbstständigen Unternehmen zum Zweck der Durchführung gemeinsamer Projekte, die von einem Unternehmen allein in der Regel nicht realisiert werden können; charakteristisch ist, dass die an der Kooperation beteiligten Partner in das Unternehmen einbringen, was ihnen in besonderer Weise zur Verfügung steht, z.B. Kapital oder Konw-how.
  • Soziale und regionale Disparitäten : Große Unterschiede im Lebensstandard zwischen Gesellschaftsschichten oder Regionen innerhalb eines bestimmten Raumes, z.B. innerhalb eines Staates.
  • Grüne Revolution : Bezeichnung für alle Maßnahmen zur raschen Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion. Hierzu gehören: Verwendung von Hochleistungssaatgut und Mineraldünger, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie verstärkter Maschineneinnsatz. Durch diese Maßnahmen konnte in vielen Entwicklungsländern die landwirtschaftliche Nutzung intensiviert und die Nahrungsmittelversorgung verbessert werden. Wegen der hohen Kosten hatten Kleinbauern nur teilweise einen Nutzuen von dieser Entwicklung.
  • Methode : Auswertung von Diagrammen – Interpretation von Bevölkerungspyramiden


Der asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum

  • Rohstoffe : Stoffe, die in der Natur vorkommen und die vom Menschen verwendet werden, um Gebrauchsgegenstände herzustellen oder Energie zu gewinnen. Nach ihrer Herkunft bzw. Entstehung unterscheidet man mineralische (bergbauliche), pflanzliche und tierische Rohstoffe. 
    Zukunftstechnologie: Technologien, die sich zwar noch in der Entwicklung befinden, einem Unternehmen bzw. einer Branche aber die Möglichkeit eröffnen, seine Wettbewerbssituation stark zu verbessern.
  • Global player : Multinationale Unternehmen, die auf fast allen Märkten der Welt vertreten sind. Sie optimieren Zulieferung, Produktion und Absatz im globalen Maßstab.
  • Taifun : Tropischer Wirbelsturm im asiatischen Raum. (vgl. Hurrikan in den USA).
  • Schwellenland : Bezeichnung für ein Land, das in seiner Entwicklung vergleichsweise weit fortgeschritten ist, das z. B. beim BIP, bei der Alphabetisierung oder der Energie- und Gesundheitsversorgung größere Erfolge erzielt hat und sich damit an der Schwelle zur Gruppe der Industrieländer befindet.
  • Tigerstaaten : Bezeichnung für die asiatischen Schwellenländer, aslo Länder mit hohem Wirtschaftswachstum und dynamischem Industria-lisierungsprozess. Zur ersten Generation gehören: Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur. Indonesein , Malaysia, die Philippinen und Thailand als zweite Generation sowie China folgen deren Beispiel.
  • Importsubstitution : Ersatz von Importen durch eigene Produktion. Durch den Aufbau eigener Fertigungs- und weiterverarbeitender Industrien sollen insbesondere Entwicklungsländer unabhängiger werden und ungünstige terms of trade umgehen können. Es entstehen Arbetisplätze, die eigene Wirtschaft wird gestärkt und Devisen werden eingespart. Dem entgegen stehen häufig hohe Investitionskosten sowie ein nicht ausreichend aufnahmefähiger Binnenmarkt.
  • Exportorientierung : Die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik eines Staates auf den Export. Ziel ist die Erschließung neuer Märkte im Ausland und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Inland. Andererseits sind die Unternehmen dadurch auch einer globalen Konurrenz ausgesetzt, auf die die nationale Politik kaum mehr Einfluss hat.
  • Methode : Arbeiten mit Dreiecksdiagrammen


Geodynamische Vorgänge im pazifischen Raum

  • Theorie der Plattentektonik : Auf der Kontinentalverschiebungstheorie aufbauende Vor-stellung von der Gliederung der Erdkruste in sechs große und weitere kleine Erdkrustenplatten, die sich mit einer Geschwindigkeit von 3 bis 5 Zentirmeter pro Jahr bewegen.
  • Subduktionszone : Plattengrenze, an der sich zwei Platten aufeinander zu bewegen, wobei die dünnere und schwerere ozeanische Kruste, die den Ozeanboden bildet, unter die kontinentale Kruste abtaucht (auch: Absenkungs-, Verschluckungszone). Im Ergebnis des Subduktionsprozesses entstehen Tiefseegräben.
  • Tiefseegräben : Langgestreckte, rinnenförmige Einsenkung des Meeresbodens, wobei Tiefen bis über 11 000 Meter errreicht werden können. Sie entstehen dann, wenn es beim Aufeinandertreffen von Platten zum Abtauchen einer Platte unter die andere kommt. Diese Bereiche werden auch als Verschluckungszone oder Subduktionszone bezeichnet.
  • Konvergenzzone : Plattengrenze, an der zwei Platten aufeinander zu driften, z.B. Subduktionszone.
  • Divergenzzone : Plattengrenze, an der zwei Platten auseinander driften, z.B. Mittelozeanische Rücken oder Grabenbruchsystem am Roten Meer.
  • Transformstörung / Schwerung : Tektonische Bewegung, bei der zwei Platten aneinander vorbei schrammen.
  • Zirkumpazifischer Feuerring (Pacific Ring of Fire): Tektonische Störungszone rund um den Pazifik, die  aufgrund der tektonischen Aktivitäten an den Plattengrenzen eine Konzentration von zum Teil noch sehr aktiven Vulkanen aufweist.
  • Epizentrum : Bezeichnugn für den senkrecht über dem Erdbebenherd (Hypozentrum) liegenden Punkt an der Erdoberfläche. Hier werden die stärksten Erschütterungen verzeichnet.
  • Tsunami : Eine durch Seebeben ausgelöste Flutwelle, die beispielsweise in weiten Gebieten Ost- und Südostasiens verheerende Verwüstungen in den Küstenbereichen verursachen kann.
  • Methode : Mit Modellen arbeiten


Weltwirtschaftsmacht USA

  • Wirtschaftsmacht : Staaten, deren Volkswirtschaften in besonderem Maß Einfluss auf die Entwicklung der Weltwirtschaft und die internationale Konjunktur haben. Charakteristisch für eine Wirtschaftsmacht sind ein großer Anteil am Welt-Bruttonationaleinkommen, -Export bzw. -Import sowie die Bedeutung der eigenen Wärhung in der Welt.
  • Meridional : Bezeichnung für den Verlauf parallel zu den Längenkreisen (Meridianen), im Gegensatz zu zonal, d.h. dem Verlauf parallel zu den Breitenkreisen. Die Begriffe werden oft bei der Beschreibung von Großeinheiten, z.B. Gebirbszügen, verwendet.
  • Schild : Bezeichnung für Festlandskerne aus sehr alten Gesteinen, die seit ihrer Entstehung nahezu unverändert lagern. Beispiel: Kanadisches Schild
  • Trockengrenze : Bezeichnung für eine klimatische Grenze, die Gebiete mit Niederschlagsüberschüssen von solchen mit Niederschlagsdefiziten trennt. An der Trockengrenze ist im jährlichen Durchschnitt die Niederschlags- gleich der Verdunstungsmenge.
  • Hurrikan : Tropischer Wirbelsturm, der meist über dem Golf von Mexiko entsteht.
  • Agrobusiness : Gesamtheit der mit der Landwirtschaft verbundenen Wirtschaftsbereiche vom Landwirt bis zum Verbraucher, also mit Zulieferindustrien, Weiterverarbeitung, Handel und Vertrieb. Häufig wird der Begriff auch im Sinne einer Organisationsform verwendet, bei der möglichst viele Produktionsschritte organisatorisch in einem Betrieb zusammengefasst sind. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Maßnahmen zur Rationalisierung und zur Intensivierung der landwirtchaftlichen Produktion.
  • Dustbowl : Bezeichnung für ein Gebiet im Kernbereich der USA (Staaten Kansas, Nebraska, Texas), das in den 30er- und 50er Jahren des 20. Jhs von starken Staubstürmen und Ausblasung der Bodenkrumen (Vernichtung von etwa 1 Mio. Hektar Ackerland in den 30er Jahren) betroffen war. Die Dust Bowl befindet sich im Bereich der klimatischen Trockengrenze der USA (100. westlicher Längengrad), einem Gebiet, das sowohl von naturbedingten Risikofaktoren (Dürreanfälligkeit, Starkregen etc.) als auch durch anthropogene Faktoren (z.B. Anbau von Monokulturen, Entfernung der Grasnarbe etc.) beeinträchtigt wird.
  • Dry farming : Bodenschützende Anbaumaßnahme, bei der ein Feld nur alle 2 – 3 Jahre für den Anbau genutzt wird. Zusätzlich wird durch Walzen des Bodens besonders nach Niederschlägen das gespeicherte, eingesickerte Wasser im Boden konserviert und die Verdunstung an der Oberfläche herabgesetzt. Das Dry Farming ist einer der bekannten, die Bodenerosion mindernden Maßnahmen in den Great Plains der USA.
  • Bodenerosion : Über das natürliche Maß hinausgehende Abtragung des Bodens durch Wasser und Wind, welche in erster Linie auf den Einfluss des Menschen zurückzuführen ist. Im Gegensatz zu der natürlichen Abtragung (Erosion) wird diese durch die Bewirtschaftung des Bodens ausgelöst, z.B. durch Abhlolzen von Wäldern oder Zerstörung der Vegetation durch Überweidung.
  • Manufacturing Belt : Das bedeutendste US-amerikanische Industriegebiet zwischen dem Atlantik, den Großen Seen und dem oberen Mississippi. Kohle und Eisenerz in den Appalachen waren die Grundlage für die Eisen- und Stahlindustrie. Viele Industriezweige entwickelten sich daraus, wie z.B. die Autoindustrie in Detroit und der Maschinenbau in Chicago, Boston und anderen Städten. Der Manufacturing Belt verliert schon seit einiger Zeit an Bedeutung. Kohle und Stahl spielen nicht mehr eine so große Rolle wie früher. Absatzkrisen bei Autos sind gefürchtet, denn sie wirken sich direkt auf die Arbeitsplätze der Menschen aus. Trotzdem arbeiten im Manufacturing Belt immer noch 60% aller Industriebeschäftigten der USA, denn die Städte bemühen sich, andere Industrien anzusiedeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Standortfaktoren : Einflüsse, die ein Unternehmen oder eine Institution dazu bringen, einen bestimmten Produktions- bzw. Arbeitsstandort zu wählen. Als traditionelle Standortfaktoren zu Beginn der Industrialisierung galten z.B. die Rohstoffverfügbarkeit und die Anbindung an das Verkehrsnetz (v.a. Eisenbahnnetz). Heute spielen auch subjektiv geprägte Standortfaktoren, wie z.B. Fühlungsvorteile, Bewertung des Freizeitwertes, eines entscheidende Rolle. Andere Systematisierungen unterscheiden qualitative von quantitativen Standortfaktoren. Zu qualitativen Faktoren gehören z.B. Image des Standortes, Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte, Fühlungsvorteile. Unter quantitative Faktoren fallen z.B. Kosten für Transport, Personal, Eergie, Grundstücke, Gebäude, Steuersätze und Aufwendungen für den Umweltschutz.
  • Strukturwandel : Prozess, der durch die Einführung veränderter Verhaltens- und Wirtschaftsweisen (z.B. Mechanisierung in der Landwirtschaft, Übergang zur industriellen Produktion) initiiert wird.
  • Diversifizierung : Ausweitung der Produktbranchen als Mittel zur Beseitigung einer Monostruktur der Wirtschaft, um durch die Förderung bisher unbedeutender Branchen die Krisenanfälligkeit zu verringern.
  • Sunbelt : Sonnengürtel im sonnigen und wintermilden Süden und Südwesten der USA. Der Sunbelt hat beträchtliche Wanderungsgewinne zu verzeichnen, die neben der Klimagunst durch ein Wirtschatswachstum von Hightechindustrien zu erklären sind.
  • Agglomerationsvorteile : Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen mit gleicher bzw. ähnlicher Branchenorientierung in räumlicher Nähe. Gründe hierfür sind z.B. Kontaktmöglichkeiten  und die Nähe zum Konkurrenten (‚Überwachung’).
  • Megalopolis : Riesige Stadtlandschaft mit hoher Bevölkerungsdichte, die sich aus mehreren Metropolen und weiteren Groß- und Kleinstädten zusammensetzt. Der Gegriff bezeichnet also eine Verstädterungszone größeren Ausmaßes. Er kommt aus den USA, wo an der Nordostküste ein fast hundert Kilometer langes Städteband zischen Boston und Washington existiert (BosNyWash), in dem ca. 20% der US-Bevölkerung auf 3% der Statsfläche lebt.
  • Suburbanisierung : Prozess der Verlagerung des Städtewachstums in die Vororte (englisch: suburbs). Die Kern-Rand-Wanderung der Bevölkerung, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen über die Stadtgrenzen hinaus führt zu einem flächenhaften Wachstum der Städte bei gleichzeitiger Entleerung der innerstädtischen Bereiche.
  • CBD (Central Business District) : Zentraler Geschäftsbereich der US-amerikanischen Stadt mit einer Ballung von Einrichtungen des Teritären Sektors, vor allem Büros, Versicherungen, Banken, Hotels und Dienstleistungseinrichtugen.
  • Segregation : Die räumliche Trennung von sozialen und / oder ethnischen Bevölkerungsgruppen in Städten. Auf diese Weise kommt es beispielsweise zur strikten Viertelstrennung in nordamerikanischen Großstädten. 


Russland im Umbruch

  • Kontinentalklima : Klima, das in größerer Entfernung von den Ozeanen vorherrscht. Weil die ausgleichende Wirkung des Meeres fehlt, kennzeichnen dieses Klima starke Temperaturschwankungen im Tages- und im Jahresablauf, geringe Luftfeuchtigkeit und geringe Jahresniederschläge.
  • Taiga : Vegetationszone der Nordhalbkugel, in der aufgrund langer, kalter Winter ein artenarmer Nadelwald (Fichten, Kiefern, Tannen, Lärchen) als natürliche Vegetation vorherrscht. In Nordasien wird dieser Nadelwald Taiga genannt. Als Laubbaum ist die Birke verbreitet. Der spärliche Unterwuchs des Waldes besteht aus Zwergsträuchern, Gräsern, Moosen und Flechten.
  • Agrardreieck : Region mit den günstigsten Anbaubedingungen innerhalb Russlands, die von der europäischen Westgrenze Russlands zwischen St. Petersburg und Odessa keilförmig nach Osten zur mittleren Wolga, zum südlchen Ural und weiter in das südliche Westsibirien reicht.
  • Ressourcen : Gesamtheit aller auf der Erde vorhandenen Voraussetzungen für das Leben und Wirtschaften des Menschen. Dazu gehören alle energetischen und mineralischen Rohstoffe (z.B. Erze, Holz), im weiteren Sinne aber auch geistge Güter (z.B. Wissen, Ideen).
  • Petrodollar : Da seit dem Zweiten Weltkrieg der internationale Handel mit Erdöl und Erdgas hauptsächlich in US-Dollar abgerechnet wird, spricht man von „Petrodollar“.
  • Nachhaltige Nutzung : Nutzung von Ressourcen nur in dem Maß, dass ihr Bestand nicht gefährdet wird. Nachhaltige Nutzung ist also eine dauerhafte und Ressourcen schonende Nutzung. Auf die Erde bezogen bedeutet das eine Nutzung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
  • Migration : Bezeichnung für einen Ortswechsel von Menschen mit dem Ziel eines mittel- oder langfristigen Wohnsitzwechsels größeren Ausmaßes. Ursachen dieser Bevölkerungswanderung können sein: Armut und Arbeitslosigkeit, Umweltbedrohung, Verfolgung und Krieg.
  • Binnenwanderung : Wohnsitzverlegung innerhalb eines Staates, aber über Gemeindegrenzen hinweg.
  • Methode : Erstellen eines Kausalprofils


Globale Herausforderungen

  • Globalisierung : Bezeichnung für die transnationale Vernetzung von Systemen, Gesellschaften und Märkten. Das Ziel ist die vollständige Ausbildung eines Weltmarktes, also die weltweite Ausbreitung von Produktion und Absatz von Waren und Dienstleistungen über alle Staatsgrenzen hinweg. Das Kapital hat dabei eine noch nie da gewesene Mobilität. Grundlage sind der weltweite Informationsaustausch (z.B. Internet) und leistungsfähige Transport-möglichkeiten.
  • Outsourcing : Bezeichnung für die Verlagerung von Produktionsschritten ins Ausland, meist von arbeitsintensiven Produktionsschritten in Billiglohnländer.
  • Triadisierung : Bezeichnung für den starken Integrationsprozess zwischen den drei Blöcken Nordamerika, Westeuropa und Asien, während große Teile Lateinamerikas, Afrikas und des ehemaligen Ostblocks zurzeit noch weitgehend von der Weltwirtschaft abgekoppelt sind.
  • WTO (World Trade Organisation) : Die WTO soll die internationalen Handelsbeziehungen innerhalb verbindlicher Regeln organisieren und bei Konflikten für eine Streitschlichtung sorgen. Ihr oberstes Ziel ist die Liberalisierung des Welthandels. Am 11. Januar 2007 trat mit Vietnam das 150. Mitglied der WTO bei.
  • IWF (Internationale Währungsfond) : 1944 in Bretton Woods (USA) gegründet. Seine Aufgaben sind unter anderem die Ausweitung des Welthandels, die Stabilisierung der Wechselkurse, die Kreditvergabe  und die Überwachung der Geldpolitik. Das Stimmrecht der 185 Mitgliedsstaaten richtet sich nach ihrem Kapitalanteil.
  • Agrarsubventionen : Zweckgebundene (finanzielle) Unterstützung der Landwirtschaft aus öffentlichen Mitteln.
  • Entschuldungspolitik : Beim G8-Gipfel von 2005 wurde beschlossen, die Schulden von 18 armen Staaten in Höhe von ca. 40 Milliarden US-S zu streichen. Damit verbundene strenge Auflagen des IWF (z.B. die Öffnung der Märkte für Global Player) führte in diesen Ländern jedoch häufig zu geringerer heimischer Produktion und zu Arbeitsplatzverlusten.
  • Klimawandel : Veränderung wichtiger Klimaelemente, besonders der Lufttemperatur, über einen sehr langen Zeitraum. Befürchtete Konsequenzen wären das Abschmelzen der Polkappen mit daraus folgendem Anstieg des Meeresspiegels und der Meeresströmungen sowie die Zunahme von Extrem-wetterergeignissen wie Wirbelstürmen, Überschwemmungen oder Dürren.
  • Treibhausgase : Gase innerhalb der Atmosphäre absorbieren in einem bestimmten Wellenlängenbereich. Dadurch ist die Atmosphäre für bestimmte Wellenlängen durchlässig, für andere nicht. Insbesondere für langwellige Strahlung ist die Atmosphäre urpsrünglich durchlässig. Durch Einbringen von Treibhausgasen in die Atmosphäre werden diese Absorbtionslücken geschlossen, wodurch der Energiehaushalt der Atmosphäre gestört wird. Treibhausgase sind z.B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Wasserdampf (H2O), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), die z.B. bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas, Kohle freigesetzt werden.
  • Kyoto-Protokoll : Dabei handelt es sich um ein im Jahre 1997 beschlossenes Zusatzprotokoll zur Klimarahmenkonvention UNO, welches erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen festlegt. So schreibt das Protokoll unter anderem vor, dass die jährlichen Treibhausgas-Emissionen der Industrieländer von 2008 bis 2012 um durchschnittlich 5,2 % gegenüber 1990 zu reduzieren sind.
  • Emissionsrechtehandel : Jeder Verursacher von Emissionen muss für die von ihm verursachte Verschmutzung über ein Zertifikat verfügen. Verbraucht ein Lizenznehmer nicht alle Zertifikate, kann er diese an andere Teilnehmer verkaufen.
  • Tragfähigkeit : Kennziffer zur Beurteilung der Fähigkeit, wie viele Menschen die Erde „tragen“, d.h. ernähren kann (agrare Tragfähigkeit). Berechnungsmodelle gehen grob von fünf bis 15 Milliarden Menschen aus. Jedoch werden diese Modelle ständig korrigiert durch die Fortschritte in der Agrartechnik bzw. neuerdings in der Gentechnik. Neben der agraren Tragfähigkeit stellt sich in Ballungräumen die Frage nach der humanen Tragfähigkeit (Wie viel Fläche benötigt ein Mensch zum Leben?) bzw. global die Frage nach der ökologischen Tragfähigkeit der Erde (Wie viele Menschen kann das Ökosystem Erde ertragen?).

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