Seminararbeit

Allgemeine Hinweise

  • Die Themenstellung soll von angemessenem Schwierigkeitsgrad und Umfang sein. Der Kursleiter begleitet den Fortgang der Seminararbeit durch Beobachtung und Beratung und achtet auf die selbständige Anfertigung.
  • Die Seminararbeit wird in Ausbildungsabschnitt  12/1 am 2. Unterrichtstag nach den Herbstferien abgegeben. Der Fließtext sollte ohne Abbildungen und Tabellen 10 bis 12 Seiten, maximal 15 Seiten umfassen.
  • Seminararbeiten in den modernen Fremdsprachen müssen in der jeweiligen Fremdsprache verfasst werden.
  • Die Bewertung der Arbeiten berücksichtigt
    Formale Gesichtspunkte
    – Einhalten der Vorschriften zur äußeren Form und Zitierweise
    – Beherrschung von Rechtschreibung und Zeichensetzung
    Organisation und Strukturierung
    – Aufbau der Arbeit und der Argumentationsweise
    – Einsatz von Veranschaulichungshilfen
    – Grad kritisch-methodenbewussten Arbeitens
    Fachlich-inhaltliche Dimension
    – Stoff, Themen- und Problemerarbeitung
    – fachliche Kenntnisse und deren Umsetzung
    – Quellenauswertung – Einbringen und Verarbeiten eigener Erfahrungen.
  • Nach der Abgabe der Seminararbeit präsentiert jedeSchülerin/jeder Schüler die Ergebnisse der Seminararbeit, erläutert sie und beantwortet Fragen. In modernen Fremdsprachen erfolgt dies in der jeweiligen Fremdsprache.
  • Die korrigierten Seminararbeiten werden vom Kursleiter den Schülern zum Ende des Ausbildungsabschnitts 12/1 zur Kenntnisnahme ausgehändigt. Sie sind innerhalb einer Woche unverändert zurückzugeben.
  • Insgesamt können maximal 30 Punkten erreicht werden. Die Gesamtpunktzahl setzt sich zu drei Teilen aus der Seminararbeit und zu einem Teil aus der Präsentation zusammen.
  • Die Seminararbeiten verbleiben an der Schule. Praktische Arbeiten werden nach Abschluss des Abiturs zurückgegeben.

Hinweise zur Ausarbeitung

1. Formaler Aufbau (gebräuchlichste Methoden)

  • Als Format ist DIN A4 zu wählen. Die Blätter werden einseitig beschrieben. Der rechte und der linke Rand sollten etwa 3cm betragen.
  • Die Seminararbeit sollte mit PC geschrieben sein. Auf vernünftiges Layout ist zu achten. Je nach gewählter Schriftart ist eine Schriftgröße von 11 oder 12pt und ein Zeilenabstand von 15 bis 18pt zu wählen. 
  • Titelblatt (s. Vorlage) 
    Der Titel der Seminararbeit darf 132 Zeichen (inklusive Leerzeichen) nicht überschreiten.
  • Inhaltsverzeichnis
  • Verzeichnis der gebrauchten Abkürzungen (nach Bedarf)
  • Text der Arbeit 
    Sollten in der Seminararbeit Tabellen enthalten sein, werden diese fortlaufend nummeriert. Jede Tabelle ist mit einer Überschrift zu versehen, die den Inhalt der Tabelle genau angeben muss. 
  • Literaturverzeichnis 
    Jedes für die Arbeit zu Rate gezogene Werk ist aufzunehmen. Die Anordnung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge der Verfasser-Zunamen. Dahinter folgt der Vorname.
  • Erklärung (neue Seite) 
    „Ich erkläre, dass ich die Arbeit ohne fremde Hilfe angefertigt und nur die im Literaturverzeichnis angegebenen Hilfsmittel benutzt habe.“ Ort, Datum und Unterschrift!  

2. Zitierhinweise (gebräuchlichste Methoden) 

  • Zitate 
    Zitate sind wörtliche Wiedergaben fremder Aussagen, die auch dann wörtlich zu übernehmen sind, wenn die Schreibweise veraltet oder ungewöhnlich, und die Zeichensetzung falsch ist. Die übernommene Stelle wird in doppelte Anführungszeichen („…“) gesetzt. Zitate in einem Zitat werden durch einfache Anführungsstriche kenntlich gemacht (´). Werden in einem Zitat ein oder mehrere Wörter ausgelassen, so setzt man drei Punkte in eckigen Klammern […]. Zitiert man dagegen nur eine geschlossene Wendung aus einem Satz, so dürfen die Punkte fehlen. (Beispiel: mit Recht hat man die Indexlöhne zu den „Krücken der Wirtschaftspolitik“ gezählt). Fügt man etwas zu einem Zitat als Ergänzung oder Erklärung hinzu oder stellt man das Zitat um, so setzt man das Hinzugefügte bzw. Abgeänderte in eckige Klammern.
  • Nichtwörtliche Wiedergaben 
    Nichtwörtliche (aber sinngemäße) Wiedergaben fremder Formulierungen müssen selbstverständlich auch kenntlich gemacht werden. Korrekte wissenschaftliche Arbeit erfordert, dass fremde und eigene Aussagen sauber getrennt werden. Entweder man gibt die fremde Meinung als indirekte Rede wieder, oder man macht entsprechende Einfügungen, z.B.: Nach G. Mann hat Metternich versucht, … 
    Hat man dem Werk eines Autors nur einen Gedanken entnommen, oder behandelt diese denselben Sachverhalt ähnlich, so setzt man vor Zitate in den Fußnoten „vgl.“ oder ähnliche Hinweise.

3. Quellennachweis (gebräuchlichste Methoden)

  • Jede Wiedergabe einer fremden Meinung und jede einzelne tatsächliche Angabe (z.B. Zahlen) ist zu belegen. Üblich ist der Quellennachweis durch Fußnoten. Diese stehen am „Fuß“ der betreffenden Seite und sind vom Text durch einen längeren Strich getrennt. Auf die Fußnote wird im Text durch höher gestellte eingeklammerte Ziffern hingewiesen. Die Fußnoten können auf jeder Seite neu oder laufend nummeriert werden. Bei der Anordnung der Fußnoten ist darauf zu achten, dass die einmal gewählte Form konsequent beibehalten wird. Die Reihenfolge der Angaben in den Fußnoten steht fest und darf nicht beliebig variiert werden. 

    a)  Reihenfolge beim Zitieren von Büchern und Aufsätzen aus Sammelwerken: 
         (1)  Zu- und Vorname(n) des Verfassers/der Vefasser (bzw. Herausgeber); 
         (2)  Haupt- und Untertitel; 
         (3)  Bandzahl; 
         (4)  Erscheinungsort; 
         (5)  Erscheinungsjahr; 
         (6)  Seitenangabe; 
         Beispiel: Gestrich H., Kredit und Sparen, Jena 1944, S.15 

    Wird vom selben Autor in einer Arbeit eine einzige Quelle mehrmals zitiert, kann anstelle der gesamten Literaturangabe ab der zweiten Zitierung nur noch der Name des Verfassers mit dem Hinweis „a.a.O“ und die Seitenangabe angeführt werden. Bücher, die bis zu drei Verfasser haben, werden unter dem Namen aller Vefasser zitiert; hat ein Buch mehr als drei Verfasser, so genügt die Angabe von zwei Verfassern mit dem Zusatz „u.a.“. Verfassernamen müssen von dem Buchtitel durch Komma getrennt werden. Bei der Angabe der Seitenzahl ist zu unterscheiden, ob nur diese eine Seite zitiert wird (z.B. S. 20), ob die übernommene Stelle auch noch die folgende Seite berührt (S. 20 f.) oder ob die Aussagen sich über mehrere Seiten erstrecken (S. 20 ff.); genauigkeitshalber sollte man Anfangs- und Endseite angeben (S.20-27). 

    b)  Reihenfolge beim Zitieren von Zeitschriftenaufsätzen: 
         (1)  Zu- und Vorname(n) des/der Autor(en); 
         (2)  Haupt- und Untertitel; 
         (3)  Name der Zeitschrift; 
         (4)  Folge; 
         (5)  Jahrgang; 
         (6)  Band- und Jahreszahl; 
         (7)  evtl. Heft und Nummer; 
         (8)  Seitenzahl. 
         Beispiel: Heitmüller W., Leibniz als Wirtschaftspolitiker, 
         in: Jahrbuch für Gesetzgebung und Verwaltung, Jg. 63 (1939), S.461 ff. 

    c)  Beispiel fürs Zitieren eines Artikels aus einem Nachschlagewerk: 
         Schumpeter J., Artikel „Unternehmer“, in: Handwörterbuch der Staatswissenschaften, 
         4. Aufl., Jena, Bd. 8 (1928), S. 476 f. 

    d)  Internetbeiträge in Hausarbeiten 
    Zitieren und Bibliographieren Für das Bibliographieren von Internet-Seiten hat sich noch kein verbindlicher Standard herausgebildet. Das Problem bei Internetbeiträgen liegt darin, dass sie möglicherweise in gewissen Abständen überarbeitet oder auch nach einiger Zeit vollständig aus dem Netz entfernt werden. Folglich ist es nicht immer möglich, die vom Zitierenden angegebene Seite in der verwendeten Fassung zu finden. Daher scheint folgendes Verfahren bei Seminararbeiten und Deutschen Hausaufgaben empfehlenswert:

    Im Literaturverzeichnis einer Hausarbeit wird neben den üblichen Angaben die exakte Internet-Adresse (sie beginnt mit den Zeichen https://) angegeben. Es ist akribisch darauf zu achten, dass alle Zeichen der Adresse (einschließlich der Punkte, Bindestriche, Schrägstriche u. dgl.) korrekt sind. Neben dem Erscheinungsdatum (soweit angegeben) wird auch das Aufrufdatum angeführt. Der Arbeit wird ein Ausdruck, auf dem die genannten Daten sichtbar sind, beigelegt. Er kann als Original gelten. 

    Beispiel: Kandler, Svenja, „Robert Schneider, Schlafes Bruder“, 
    Internetseite „https://www.telemarkt.de/igsbb/internet/pbuecher/rez1113/schlbrud.htm“ 
    vom 01.12.1996, aufgerufen am 13.11.1997 (s. Materialien Nr. …)