Musikalischer Herbst am LGW

04.11.2021

Im Oktober feierten wir mit zwei außerunterrichtlichen Veranstaltungen die wiedergewonnenen Möglichkeiten im Bereich Musik.

Am Montag, den 18.10., fand in der Aula des LGW für die 8. Jahrgangsstufe das zweite Konzert im Rahmen der Kooperation mit der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation statt. Diese Konzertreihe soll bei den Schülerinnen und Schülern Interesse und Verständnis für Konzerte mit Klassischer Musik durch positive Hörerfahrungen in diesem Bereich fördern.

Der Bariton Thomas Schütz hatte dazu zusammen mit dem Pianisten Célest Lang und dem Cellisten Jakob Roters ein abwechslungsreiches Programm zum Thema Emotionen und Musik einstudiert. Mit einem Arrangement von „Nimrod“ aus den „Enigma-Variationen“ von Edwart Elgar und dem „Prelude“ aus der Suite für Cello solo von Johann Sebastian Bach knüpften die Musiker an Hörerfahrungen aus dem Bereich Filmmusik an und informierten die Schülerinnen und Schüler durch kurze Einführungen zur Geschichte oder Kompositionsweise der Werke. Auch verglichen sie strukturelle Elemente zwischen Klassischer Musik und Populärer Musik. Aufmerksam und konzentriert hörten die Schülerinnen und Schüler dem knapp einstündigen Konzert zu. Am Ende wurden sie dann noch von der szenischen Darbietung einer Szene aus W. A. Mozarts Oper „Le Nozze di Figaro“ überrascht.

Im Anschluss reflektierten die Schülerinnen und Schüler das gemeinsam erlebte Konzert im Klassenunterricht Musik. Die meisten beurteilten es für sich als sehr gewinnbringend und schön. Die einführenden Informationen zu den Werken seien gut nachvollziehbar und daher hilfreich gewesen. Auch das unkomplizierte, sympathische Auftreten der jungen Musiker erlebten sie als positiv.

[BILD: Konzert für Schüler 1+2]

Die zweite Veranstaltung im Oktober, das 1. Jugendkonzert der Münchner Philharmoniker, stand unter dem Motto: „Life is a lot like Jazz. It’s best when you improvise!“

Voller Vorfreude auf das Wieder-Hören von live gespielter Orchestermusik und voller Neugier auf die neu gebaute Isarphilharmonie nahe des Flaucher im Stadtteil Sendling machten sich 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 mit 11 zusammen mit OStR Ernst Hofmann und StRin Gisela Sandner am Dienstag, den 26.10., um 17 Uhr nach München auf. Wir bestaunten die historische Eingangshalle mit Art Deco-Decke und waren beeindruckt von dem mit viel Holz gestalteten Konzertsaal, den wir von unseren Plätzen im Rang hervorragend überblicken konnten.

In der gut besuchten Isarphilharmonie musizierten zwei Orchester, die Münchner Philharmoniker und das ODEON Jugendorchester, gemeinsam unter dem klaren, unaufgeregten Dirigat von Simone Menezes Werke argentinischer Komponistinnen und Komponisten sowie von dem Amerikaner George Gershwin.

Aufmerksam lauschten wir bei Astor Piazzollas „Tangazo Variations on Buenos Aires“ der gekonnten Verarbeitung der Themen und bestaunten in Claudia Monteros Werk „Vientos del sur“ die Virtuosität der Akkordeonsolistin Ksenija Siderova. In „Ein Amerikaner in Paris“ von George Gershwin waren die Klangfarben der verschiedenen Bläsersolisten aufgrund der transparenten Akustik des Konzertsaals sehr gut zu hören. Den fulminanten Abschluss des Konzerts bildete der mitreißende „Danzon“ von Arturo Marquez, den die knapp 1000 Schülerinnen und Schüler kräftig beklatschten. In seinen Zwischenmoderationen vermittelte Malte Arkona nicht nur interessante Details zu den Werken und stellte in kurzen Gesprächen die Solistin Ksenija Siderova und die Dirigentin Simone Menezes vor, sondern moderierte auch locker und witzig über einige Umbaupausen und Pannen hinter den Kulissen hinweg: „Das ruckelt sich erst noch ein!“ Trotzdem waren sich alle einig, die Konzertfahrt war ein großartiges gemeinsames Erlebnis und die neue Isarphilharmonie ist eine sehr gelungene Alternative zum Gasteig.

Gisela Sandner